Shanghai

21. bis 26. Juli und 02. bis 04. August 2018

20./21.07.
…jeden tag donauinselfest…so wurden wir von der freundlichen sitznachbarin yuyu im flugzeug auf shanghai vorbereitet.
yuyu kommt aus Zhengzhou und studiert in wien kunst seit 2009.
da sie sich schon auf unsere geschichten freut, werden wir uns im herbst auf einen grünen veltliner, den sie so gerne trinkt, treffen.

eine pulsierende stadt, eine stadt die niemals schläft. forget NYC, hier in shanghai spielt es sich ab!
am ersten tag gab es nach fast 11 stunden flug ein sanftes ankommen mit tsingtao bier, feinem essen und staunen.
wir besuchten mittels metro den Peoples Square und spazierten nach der ersten stärkung von hühnerspiesen in der Nanjing Road, die mariahhilferstrasse von shanghai.
noch nicht satt von der vorspeise, gingen wir dort in eine dreistöckige foodhall. undefinierbares, exotisches und viel aussergewöhnliches gab es auf zwei stockwerken zu entdecken. im dritten stock haben wir schlussendlich auch was – dank bildbeschreibungen auf den speisekarten – für uns gefunden. jetzt waren wir wirklich in shanghai angekommen…

22.07.
nach einer ausgiebigen portion schlaf im hotelbett des Pullman Shanhahi Jing’an und viel regen zwischen den flip–flops, war es ein guter tag für den fake–market am A.P. Plaza bei Pudong, gleich bei der metro 2 (Science and Technology Museum), zu besuchen. hier gibts wirklich alles. inklusive aufdringlicher verkäufer…

23.07.
erschöpft, aber zufrieden. das ist das resümee des heutigen tages. nach 11 stunden shanghai sind wir beide froh, im klimatisierten zimmerchen bei lauwarmen bierchen zu sein…

der tag hatte wieder unerwartete (positive) überraschungen für uns. aber nun mal der reihe nach: nach den vorbereitungen für einen etwaigen ausflug für mittwoch, starteten wir gg 11 uhr richtung Yuyuan Garden.

  

bevor es allerdings in den garden ging, besuchten wir noch am aussengelände die Yuyuan Garden Mall. hier gibts jadeschmuck, teegeschirr, kleidung und (natürlich) viel (zu teuren) ramsch zu kaufen. 
nicht nur europäische touristen, auch viele chinesen aus dem umland verirren sich hier her. dh auch hier: donauinselfest :–).

nach einigem rumstiefeln, war es dann doch wieder mal zeit für ein bierchen. hierbei gab es dann die skurille situation. ansprochen von einer chinesischen tante “you wanna buy a watch or bag” gab es von alexander die antwort “just beer”. ehrlichgesagt mit einem “no problem” hatten wir beide nicht gerechnet [sidestep: am ganzen gelände bekommt man kein bier!].
wir nahmen die verfolgung auf und nach einige irrwegen durch die engen gassen und hinauf in ein teehaus, bekamen wir hier doch glatt kleine dosen bier angeboten…da diese uns zu teuer waren, wollten wir umkehren und einfach noch ein zwei nette schnappschnüsse machen, denn der ausblick von dort aus auf die skyline war einzigartig. 

die motivierte fremde gab nicht auf und hat uns nach einigen telefonaten 4 flaschen eisgekühltes 0,6l tsingtao organisieren können. sie hat mit uns sonst kein geschäft machen können, aber unser freundliches nein war für sie ok.
zum abschied gab sie uns noch einen tipp, welche richtung wir für eine nudelssuppe einschlagen sollten…

irgendwie kam es dann doch wieder anders. zu heiss, zu laut, zu schwül bogen wir irgendwo wahllos ab, nahmen auf 2 verlassen stühlen platz und genossen das nächste bierchen, sodann wir aus dem augenwinkel unser mittagessen sahen: die eine bude hatte mehlfladen und die andere eine suppe (?) mit wahlweise nudel, fleisch, fisch, fleischbällchen, seetang und und und…

gestärkt nach dem essen spazierten wir zu dem garden zurück und hatten dort glück im unglück (?): wir haben eine ehemalige mitarbeiterin des gardens kennen gelernt. für einen eintritt von 30 RMB und 50 RMB trinkgeld hatten wir einen führung durch den gesamten garten sowie anschliessend eine exklusive teeverkostung. 
auch für nicht teeliebhaber wie unser eins, waren wir doch beeindruckt von der zubereitung, den geschichten und den “heilwirkungen”. 
nichtsdestotrotz gekauft haben wir nichts. 

genug der marktschreierei ging es für uns dann mit der metro an The Bund. zumindest in die nähe davon. 
nach einem 15 min spaziergang ab metro, kamen wir dort an und hatten einen wundervollen blick auf die berühmte skyline von shanghai.

nach dem wir einige fotos gemacht hatten, kamen wir leider in den regen, so dass das bierchen und die romantik am strand ausfiel. aber es gibt ja immer einen plan b. nicht geplant, aber dennoch so, als hätte es schon immer so sein sollen. 
nach einem weiteren fussmarsch und singing in the rain, entschlossen wir uns nach einigem warten im trockenen für ein tahiländisches abendessen.. .yammi.
nach dem essen, doch schon etwas erledigt von dem ereignisreichen tag, wollten wir so bald als möglich ins hotel zurück. da schickte uns buddha (oder war es doch alex, der nicht an die navigation seiner frau geglaubt hat?) ein tuk tuk. ein bisschen eng für uns, aber immerhin der schnellste weg zur nächsten u–bahn…*brmm*

24.07.
nennen wir es einen gemütlichen tag, einen urlaubstag. nach einem langen schläfchen, war es das ziel einen guten kaffee zu bekommen. tja, wir hatten da wieder ausgeblendet, dass wir in einem tee–land sind…die suche hat zwar nicht mit koffein per excellence geendet, aber zum munter werden hat es dann doch gereicht. 

den nachmittag verbrachten mit einem zimmerwechsel (ja, das sich beschweren auf expedia und mehrmaliges urgieren am front desk bzgl dem kühlschrank, brachte einen zimmerwechsel sowie einen obstkorb samt rotwein). 

wieder eingerichtet gab es noch recherche für etwaige unternehmungen. man kann sagen: erfolgreich. der nächste tag ist nun gefüllt…dazu aber morgen mehr.

den abend haben wir nach einem 20–minütigen fussmarsch bei 32grad ab metro station richtung The Bund auf einer stylishen rooftop bar – The Fellas – ausklingen lassen. leider haben wir nicht bedacht, dass die lichtershow der skyline gg 23 uhr endet, somit war das einzige leuchten, die augen meines mannes und das blitzen der eiswürfel im cocktail…
retour ging es mit einem taxi. der preis war wieder einmal verhandlungssache…

25.07.
das OK hat sich wieder was besonderes für heute einfallen lassen. über airbnb hat alexander eine shanghai–tour organisiert.
We will start at a famous food street, and you will taste the local breakfast—choose from egg pancake, sticky rice roll, bean milk, and deep fried “ghost.” Wet markets and bird markets were a part of life for locals, however, that is gradually disappearing. During this experience, you will have the chance to see precious markets and learn about the rich culture of cricket fighting, Chinese bonsai, and oriole birds. After that, you will cross over to the last old section of downtown. There are lots of local food places hidden in the alley ways. You will have the chance to try signature wanton soup, fried dumpling, and sticky rice ball. Later we will visit a 700-year old Confucian temple. Confucius is considered the greatest of the ancient Chinese sages. You will learn about Confucian doctrine and experience a Confucian tea ceremony. Finally, we will try one of the best dumpling soups in town.

die kleine lisa hat uns bei 37, gefühlten 43 grad, durch den wet und bird market, samt insekten, haustieren und pflanzen und danach old town gezeigt.

anschliessend gab es mittagessen – selbstgemachte meterlange nudel in verschiedenen variationen.

 

weiter ging es nach Shanty Town und zum Confucian Temple mit teeverkostung.

der abschluss war dann ein gemeinsames dim sum essen.
erschöpft von der tour, haben wir im hotel ein kleines päuschen eingelegt, bevor es zum jazzkonzert/jam-session ins Shake weiterging. leider war das konzert nicht so toll, so dass wir kurz vor 23 uhr, mit der vorletzten u-bahn retour fuhren.
nach einer instantsuppe als mitternachtssnack ging ein weiterer tag in der pulsierenden stadt zu ende.

26.07.
French Concession. direkt an der u-bahn Stationen Huangpi South Road bzw Laoximen liegt dieses in-viertel mit pubs, shops, boutiquen und auch kunst. wirklich beeindruckend, was sich hier auf so enge gassen finden und essen lässt. ein “guter platz” zum geld ausgeben ;-).

02.08.
nach der rückkehr aus peking, war unser ziel verschiedene buchläden nähe Peoples Square, aber es sollte nicht sein, dass wir die namenskarten für lisa und karola hier nochmal finden. am nachmittag ging es nach Xiantandi. ein poshe gegend…

03.08.
heute wollten wir ins künstlerviertel Moganshan Lu 50. wetterbedingt war aber bei der u-bahnstation schluss, so dass hofften, dass wir zum mittagessen – zu den weltbesten dumplings – wieder richtung hotel fuhren.
der abend hat im wahrsten sinne mysteriös geendet. (spontan) geplant, ging es zum jazz, in den Cotton Club, der aber leider seinen standort gewechselt hat, so dass wir wieder ein bisschen mehr china und deren metro kennen gelernt haben. schlussendlich haben wir den club gefunden. in diesem fand an diesem abend eine “mystery ralley” statt, so dass wir – weil wir es auch nicht besser wussten – uns fehl am platz fühlten. in den sehr dunklen, umgeben von vielen roten vorhängen, lokal, gab es an den nachbartischen masken und spielkarten zu sehen. alex hat dann erfragt, dass das alles teil eines spieles war…
nichtsdestotrotz, genossen wir den abend mit chinesischem jazz, blues musik und cocktail.
was für ein sensationelles überraschendes urlaubsende.

04.08.
die letzten yuan hat unsere taxifahrt verschlungen, was nicht schlimm ist, da der nächste reisezeit in dieses land unbekannt ist.
der flug war dank dem upgrade in die premium economy sehr sehr angehmen. die erinnerung an diesem flug, werden wir mit der geschenkten rotweinflasche nochmal einmal revue passieren lassen.

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