JAPAN
Tokyo, Osaka, Koyasan
Kyoto

  last update: Fr, 03.20.2025 (14:00 CET)

Mittwoch/Donnerstag, 10./11.09. – Tag 1/2: Anreise Wien-Tokyo

Wir packen unsre Koffer…und fliegen nach Japan/Tokyo.

Das lange Warten hat endlich ein Ende. Fast wie bei einer Schwangerschaft: Nach neun Monaten voller Vorfreude durften wir nun endlich etwas Wunderbares erleben. Die im Dezember 2024 gebuchte Reise konnte eeeeendlich angetreten werden.

Ein guter Urlaub beginnt mit einem guten Start. Also haben wir uns vor dem 13-stündigen Direktflug mit Austrian Airlines noch in der Vienna Lounge am Flughafen Wien gestärkt – bei einem hervorragenden Buffet und einem Glas Prosecco.

Im Flieger zeigte sich dann wieder Alexanders ausgezeichnetes Buchungsmanagement: Unsere Plätze boten nicht nur Zweisamkeit, sondern auch großzügige Beinfreiheit.

Gut, aber müde, am Flughafen Tokyo/Narita angekommen, wollten wir eigentlich nur noch in den Zug steigen, ins eine Stunde entfernte Hotel ONE@Tokyo fahren – und ins Bett. Doch die japanische Bürokratie hatte andere Pläne. Mit einer bemerkenswerten Ausdauer strapazierte sie die Nerven übermüdeter Urlauber. Obwohl wir uns gut vorbereitet fühlten und in Wien bereits alles für die Einreise erledigt hatten, wurden wir an mindestens (gefühlt) fünf Stationen erneut nach Formularen oder Fingerabdrücken gefragt.

Aber auch das ging vorbei. Für rund 7 EUR brachte uns ein Direktzug ab Flughafen  zur Station Skytree, von wo es nur etwa 400 Meter bis zu unserem Hotel war. Da unser Zimmer wegen der frühen Ankunft noch nicht fertig war, überbrückten – leider nicht lange genug – wir die Wartezeit mit einem tradionellen Mittagessen im Ramen Restaurant Kinoshita, also Ramen und einem Asahi-Bier. Noch immer zu Früh wurde die Wartezeit mit einem kleinen Nickerchen in der Lobby besiegt ;-).

Aber um 14:30 Uhr – statt 15 Uhr – gingen zwei lange Reisetage zu Ende und wir durften endlich ins Bett….Nun bitte nur noch schlafen…

P.S. zum Hotel: Nicht nur die Lage überzeugt – auch der Blick auf den Skytree ist großartig, sowohl aus dem Zimmer als auch von der Rooftop-Terrasse. Und der Supermarkt direkt gegenüber trägt ebenfalls zur Lebensqualität bei: Ein japanischer Gin Tonic im Dosenformat verleiht Urlaubsgefühl ;-).

Natürlich gibt es auch noch etwas Außergewöhnliches über unser Hotelzimmer zu berichten, schließlich sind in Japan:  WC ist ein kleines technisches Wunderwerk:

Sobald man sich nähert, öffnet sich der Deckel automatisch. Der Sitzrand ist angenehm beheizt, und für die gründliche Untergrundreinigung ist auch gesorgt. Nicht zu vergessen das per Handzeichen aktivierten Meeresrauschen.

 

Freitag 12.09. – Tag 3: Tokyo
Akasusa Shrein – Tsukiiji Nippon Fish Port Market – Asahi Hauptquartier – Art Aquarium Museum – Hie Schrein

Ausgeschlafen und voller Vorfreude war es Zeit Tokyo zu erkunden. So planten wir für heute einen Besuch im Akasusa Shrein und bei, Tsukiiji Nippon Fish Port Market.

Aber zuerst brauchten wit dringend Kaffee. Gleich in der Nähe des Hotels befindet sich das TASxCafe. Hier war das höchstens 10m2 kleine Cafe ganz groß, kleine Stühle klein – zum Leidwesen von Alexander – und es gab große Preise. Ein sehr spezieller Start in den ersten Tag von Japan.

Nun denn. Der Schrein ist nur 20 Minuten vom Hotel entfernt. So entschieden wir uns für uns einen Spaziergang in diese Richtung. Und diese Entscheidung sollten wir nicht bereuen, da wir unerwartet bei dem Asahi Hauptquartier vorbei kamen. An sich ist das Asahi für unsre durstigen Kehlen ein Highlight, aber heute war es auch die Architektur des Gebäudes.  Die Autorin empfiehlt das Nachlesen des Hyperlinks.

Nach weiteren 20 Minuten erreichten wir schließlich die Touristenmeile beim Asakusa-Schrein. Und ja – er war wirklich beeindruckend, aber auch drückend voll. Zahlreiche Besucher wollten den Ort sehen, genau wie wir. Zufällig wurden wir sogar Zeugen eines Gebets, bevor es für uns weiter zum Tsukiji Fischmarkt ging.

Dort dauerte es nicht lange, bis wir uns den kulinarischen Verlockungen hingaben: Vier Stück Thunfisch-Sushi und ein gebratener Tintenfisch – und das alles für rund 12 EUR. Ein Genuss!

Eigentlich wollten wir den ganzen Markt erkunden und erst danach etwas essen. Doch dann sprach uns die nächste aufdringliche Kellnerin an – und vermutlich war es ihr charmantes „Guten Tag“, das uns sofort in den Bann zog. Wenig später saßen wir also in einem Restaurant, das gerade einmal drei Quadratmeter größer war als unser Frühstückslokal. Innerhalb kürzester Zeit standen sensationelles Thunfisch-Sushi und zartes Wagyu-Filet vor uns – selbstverständlich begleitet von einem kühlen Asahi-Bier.

Da es erst 13 Uhr war, fühlten wir uns noch nicht bereit, ins Hotel zurückzukehren. Also entschieden wir uns spontan für einen Abstecher ins Art Aquarium Museum. Dieses befindet sich im 9. Stock einer Shopping Mall, was uns zunächst skeptisch machte – lohnen sich wirklich 15 EUR Eintritt? Unser Kopfkino malte uns schon zwei kleine Räume aus. Doch wir wurden mehr als überrascht: Ganze zehn Räume voller faszinierender Installationen machten den Besuch zu einem echten Highlight.

Noch beflügelt von der Show – und vielleicht auch, weil es nur 15 Minuten entfernt lag – spazierten wir spontan weiter zum Hie-Schrein. Mitten in der Stadt standen wir plötzlich vor Rolltreppen, die uns hinaufführten. Irgendwie fast surreal: Hier trifft moderne Infrastruktur auf jahrhundertealte Tradition.

Im Gegensatz zum Asakusa-Schrein war dieser Ort spürbar ruhiger, fast intim. Auch hier hatten wir das Glück, einer Zeremonie beizuwohnen. Doch das eigentliche Highlight waren die roten Tore des Schreins.

Doch auch der erste Tag musste irgendwann ein Ende finden. Also nahmen wir die U-Bahn, nur zehn Minuten vom Schrein entfernt, zurück Richtung Hotel. Nach der 45-minütigen Fahrt legten wir spontan noch einen Stopp in der Mall der Station Syktree ein. Eigentlich wollten wir nur eine Kleinigkeit für Abends besorgen… doch angesichts der Auswahl blieb es natürlich nicht dabei: Am Ende landeten erneut Thunfisch-Sushi und anderes Gutes in unserer Tasche – perfekt für ein entspanntes Ausklingen des Tages im Hotelzimmer.

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Samstag 12.09. – Tag 4: Tokyo
Meiji Shrein – etwas Shibuya – Running Sushi

Nur wenige Minuten von der U-Bahnstation Shibuya entfernt, beginnt ein großes Waldgebiet. Inmitten befindet sich der Meiji Shrein und auch das ein Touistenmagnet.

Vergleicht man ihn mit dem farbenprächtigen Asakusa-Schrein, den wir am Vortag besichtigt haben, wirkt der Meiji-Schrein zunächst eher schlicht.

Jedoch sind es hier die Kleinigkeiten die rückblickend gut in Erinnerung bleiben.

Wir konnten eine traditionelle Hochzeitsgesellschaft mit Priestern beobachten.

Zu erwähnen ist, dass für den Besuch eines Schreins kein Eintritt verlangt wird. Stattdessen haben Besucher die Möglichkeit, eine Spende zu geben – so kann man beispielsweise für 500 Yen drei Wünsche äußern und für die Ewigkeit auf eine Hoztalfel schreiben oder für 100 Yen einen Blick in die eigene Zukunft werfen, was Alexander dann auch tatsächlich ausprobiert hat.

Für 300 Yen kann man den angrenzenden Garten besuchen – den haben wir jedoch ausgelassen, da uns die eindrucksvoll aufgestapelten Sake-Fässer deutlich mehr fasziniert haben.

Anschließend führte uns unser Weg in den Stadtteil Shibuya. Hier pulsiert das Leben – nicht nur wegen der Menschenmengen, sondern auch wegen der modernen Architektur (Bilder davon finden sich in unserer Fotogalerie). Morgen kommen wir noch einmal hierher zurück: Alexander hat einen Termin bei einem Tätowierer, und außerdem wollen wir unbedingt die weltberühmte Shibuya-Kreuzung erleben, wo Hunderte Menschen gleichzeitig die Straßen überqueren.

Der Nachmittag klang kulinarisch aus: Gleich bei der Medura-Station besuchten wir das Mawashi Sushi Katsu Midori Meguro – ein Tipp, den Alexander einst auf einer Zugfahrt von Wien nach Budapest bekommen hatte. Ein Running-Sushi in Japan gehört definitiv auf jede Reiseliste!

Nach neun Stunden und mehr als 14.000 Schritten erreichten wir schließlich wieder unser Hotel. Der Abend endet gemütlich – mit Gin Tonic und Musik aus der Dose.

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Sonntag, 14.09. – Tag 5: Tokyo
Shibuya

Heute waren wir wieder im Stadtteil Shibuya – bekannt für die legendäre Straßenkreuzung “Shibuya Scramble Crossing“.

Den besten Blick hat man von einem Gebäude namens Mag’s Park Rooftop oder vom gegenüber liegenden Starbucks Cafe. ABER: in beiden Locations wird eine Mindestkonsumation verlangt, welche wir uns ersparen wollten. Kein Problem, wir konnten auch so ein paar Fotos von der verrückten Kreuzung und den vielen Menschen machen (siehe Fotolink am Ende)

Der Hauptpunkt auf der heutigen Agenda, war jedoch ein Termin beim Tätowierer für Alexander. Projektmanagementmässig vorbereitet lief auch alles nach Plan im Studio Muscat. und so konnten wir nach ca. 1,5 Stunden auch schon wieder die Rückreise ins Hotel antreten. Zuvor waren wir noch auf ein günstiges Mittagessen (Ramen) und dann aber endlich zurück. Denn: Heute ist Sonntag. Und Sonntag ist Ruhetag!! – inkl. Sonnenuntergang vom Dach 😉

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Montag, 15.09. – Tag 6: Tokyo
teamLab – Shinjuku, 3D Cat, Tokyo Metropolitan Government Building

Natürlich erkunden wir auch unseren letzten Tag in Tokio Schritt für Schritt (= 16.000 Schritte) bzw. per Bus. Auf dem Programm stand heute ein Besuch im teamLab Planets – ein faszinierendes Erlebnis zwischen  Kunst, Wissenschaft, Technologie und Natur.

Ab dem Hotel war es dann wieder mal die U-Bahn und dann der Bus der uns an das Tagesziel brachte. Diese Idee hatten natürlich auch viele andere Touristen. Doch dank unseres gebuchten Zeitslots um 10:30 Uhr verlief alles entspannt und stressfrei – perfekt für einen Urlaubsvormittag. Die Zeitslots werden streng kontrolliert, daher sollte man sich unbedingt an die vorgegebene Zeit halten.

Im Inneren angekommen heißt es zuerst: Schuhe ausziehen – und dann eintauchen, genießen und staunen und ab hier gibt es keinen Zeitdruck und so kann man hier Zeit ohne Druck verbringen. Durch die überwältigenden Raumwelten verliert man ohnehin schnell jedes Gefühl für Realität und Zeit.

Da der Autorin zwecks der Faszination ein wenig die Worte fehlen, wird hier auf eine Beschreibung zu teamLab aus dem Internet verwiesen:

Die wohl berühmteste Ausstellung des Künstlerkollektivs ist teamLab Planets. Die Austellung befindet sich seit Juli 2018 in Toyosu, Tokyo. Planets befasst sich mit Themen wie Immersion, Zusammensein und Sinnesempfindungen. Besucher betreten das Museum barfuß und durchqueren in ihrem Rundgang Wasser, Spiegelflächen und Gärten mit blühenden Blumen.

Wir finden, dass dies eine Sehenswürdigkeit ist, die man in Tokio auf keinen Fall verpassen sollte. Erst vor gut einem Monat haben wir uns entschieden, dieses Highlight in unsere Reise aufzunehmen – und ja, es war eine ausgezeichnete Wahl.

Von einer guten Wahl, geht es nun zum Wohl. Wir wollen was Essen. Hierfür dachten wir an an  die Omoide Yokocho Memory Lane.

Dieses lebhafteste Essensviertel ist vollgestopft mit winzigen Kneipen und sonderbaren Buden. Wie die, die wir erwischt hatten. Eigentlich nur auf der Suche nach einer Sitzgelegenheit und einer blonden Erfrischung sind wir in einer Bude gelandet, wo es als Tagesteller Darm, Hirn, Bauch, Kopf, Herz und – was darf bei so Besonderheiten nicht fehlen – Rektum gab.

Wir entschieden uns dann doch für gewöhnliches gegrilltem von Schwein und Rind und dazu, dass Lokal alsbald zu verlassen. Irgendwie hat man hier das Gefühl, bald selbst auf dem Teller zu landen.

Das Restaurant war zweifellos ein Erlebnis der besonderen Art, jedoch war die Sehnsucht nach ein wenig „Normalität“ sehr stark. So ließen wir den Nachmittag schließlich mit einem Ramen ausklingen – die perfekte Art, das vorherige kulinarische Abenteuer hinter uns zu lassen.

So, einen Punkt auf der Tokyo Agenda gibt es noch: das Tokyo Metropolitan Government Building. Das Gebäude ist rund 25 Jahre alt und wirkt eigentlich unscheinbar, aber im Innenhof bietet sich eine nette Gelegenheit zur Entspannung.

Das eigentliche Highlight wartet im 45. Stock: Von hier aus eröffnet sich ein kostenloser Blick über die Dächer Tokios. An klaren Tagen – anders als jetzt in der Regenzeit – reicht die Sicht sogar bis zum Mount Fuji.

Was für ein großartiger Abschied von einer Stadt voll toller Eindrücke. Arigatou!

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Dienstag 16.09. – Tag 7: Tokyo-Osaka
Shinkansen – Osaka (= Dotonbori) by night

Alles Schöne hat einmal ein Ende – so mussten auch wir uns von der faszinierenden Metropole Tokyo verabschieden. Doch das Ziel, das nun vor uns lag, machte den Abschied leichter: Osaka. Mit dem Shinkansen erreicht man die nächste Stadt angenehm und entspannt in nur zweieinhalb Stunden.

Wer den Zug nimmt, sollte mindestens eine Stunde vor Abfahrt am Bahnhof sein. Nicht nur um den richtigen Bahnsteig rechtzeitig zu finden, sondern um sich mit Reiseproviant einzudecken. Die Auswahl in den unteren Etagen des Bahnhofs ist überwältigend – hier ist man von Vielfalt der angebotenen Waren – insbesondere Speisen – fast überfordert.

Die Tickets hatten wir bereits etwa einen Monat vorher online gekauft, aber auch eine spontane Buchung vor Ort wäre problemlos möglich gewesen. Mit rund 80 Euro pro Person ist die Fahrt eine gute Investition. Mit dem Auto hätten wir mindestens doppelt so lange gebraucht.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Japan sind hervorragend organisiert, sodass wir auch in Osaka ohne Umstände von der U-Bahn-Station zu unserer Unterkunft gelangten.

Apropos Unterkunft: Unser erstes Apartment war eher eine Herausforderung. Offiziell für zwei Personen zur Vermietung angeboten, hätte die geringe Raumhöhe die Autorin beim Duschen in die Knie gezwungen und die Küche befand sich quasi im Schlafzimmer. Letzteres bestand aus einem 140-cm-Bett und selbst mit der größten Liebe zum Ehepartner wird es bald einmal ungemütlich in bezug auf Schlafcomfort nicht sonderlich gesundheitsfördernd. Nach kurzer, intensiver Diskussion mit dem Vermieter entschieden wir uns für einen Umzug. Für rund 180 Euro Aufpreis zogen wir in das ebenfalls vom airbnb-Vermieter im Repertoire befindliche Hotel s-Presso South – ein geräumiges Hotelzimmer in der Nähe der Ausgehmeile Dotonbori.

Der Vermieter ließ uns die Wahl, ob wir bleiben oder stornieren wollten, doch schon beim Betreten fühlten wir uns im neuen Zimmer wohl. Auch ohne Balkon oder Freifläche war die neue Unterkunft die bessere Wahl. Während unsere Koffer vom Vermieter später nachgebracht wurden, machten wir uns unverzüglich auf die Suche nach einem kohlenhydrathaltigen Erfrischungsgetränk – zum Glück gab es gleich ums Eck eine kleine Bar, in der „großes Bier“ tatsächlich GROSS war = 1 Liter 😆 .

Nach einem Tag voller Aufregung waren wir zwar erschöpft, wollten uns aber einen kurzen Überblick unserer Nachbarschaft nicht entgehen lassen. Ein Abendspaziergang bei 33 Grad führte uns ins Lichtermeer der Stadt oder auch bekannt als in die Kulinarik-Hauptstadt Japans. Bei unerwartet köstlichem kleinen, leistbaren Speisen von Wagyu und Kobe-Rind ließen wir den Abend ausklingen. Zum Schluss warfen wir noch einen Blick auf das Treiben am Kanal bei Dotonbori.

Angesichts der gefühlten hunderttausend Menschen und der fortgeschrittenen Stunde entschieden wir uns jedoch gegen 23 Uhr für den Rückweg ins Hotel.

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Mittwoch, 17.09. – Tag 8: Osaka
R&R – rest & recreation

Die letzten Tage waren sehr aufregend, deshalb haben wir es heute bewusst etwas ruhiger angehen lassen. Nur für ein paar  Besorgungen (Elektronik), die uns das Reisen erleichtern, haben wir das Hotel verlassen. Die konstanten +/- 30 Grad machen sich schließlich auch bei uns bemerkbar – da war es angenehm, ein paar Stunden im airkonditionierten Zimmer zu verbringen, Blog zu schreiben und einfach zu entspannen.

Zum Abendessen mussten wir dann aber doch hinaus. Aus dem Plan „mal schnell ums Eck etwas essen“ wurde jedoch wieder ein dreistündiger Spaziergang … typisch neugierige Fortunats.

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Donnerstag, 18.09. – Tag 9: Osaka
EXPO2025 – what else?

Wenn schon im Jahr 2025 nach Japan/Osaka, dann auch mit Expo! Unser Aufenthalt in Osaka fällt zufällig genau in die Zeit der Weltausstellung – und ja, das muss man einfach einmal erlebt haben!

Das BMWET beschreibt es ganz gut:

Von 13. April bis 13. Oktober 2025 findet die aktuelle EXPO in Osaka, Japan, zum Thema “Designing Future Society for Our Lives” statt. Das Gelände befindet sich auf der künstlich angelegten Yumeshima Island, 10 Kilometer vom Stadtzentrum Osakas entfernt. Nach 1970 ist dies die zweite Weltausstellung in Osaka.

Bereits in Österreich hatten wir unseren Zeitslot (18.09.2025 um 11 Uhr) gebucht – und den wollten wir auf keinen Fall verpassen. Also machten wir uns schon um 9:30 Uhr auf den Weg zur Ausstellung.

Vom Hotel waren es einige Minuten bis zu der U-Bahn-Station, dann einmal umsteigen Richtung Metro Endstation und gleichnamigen Insel Yumeshima –  und gemeinsam mit etwa 150.000+ anderen Besuchern an diesem Tag erreichten wir gegen 10:20 Uhr unser Tagesziel.

Dank eines großartigen Leitsystems mussten wir bei 34 Grad nicht allzu lange in der Sonne schmelzen und standen bereits um 11:04 Uhr beim Sicherheits-Check-in.

Die verschieden Länder sind im Zentrum des sogenannten Grand Ring – eine gigantische Holzstruktur mit zwei Kilometern Umfang, die zugleich die größte Brettschichtholzkonstruktion der Welt ist, aber unser erster Weg führte uns natürlich in den Austria-Pavillon.

Von der ausergewöhnlichen Architektur waren wir gleich begeistert. Nach einigen Fotos schafften wir es tatsächlicht mit etwas Schmäh zum Priority Entrance. Drinnen war die Performance allerdings eher enttäuschend – und selbst danach konnten die zwei Flaschen Bier aus einer Salzburger Brauerei um 15 € daran wenig ändern.

Also weiter zu dem, was uns wirklich begeistert: die Architektur. Jedes Land inszeniert sich auf seine ganz eigene Art, und bei all den Eindrücken vergisst man fast die über 30 Grad und den bereits spürbaren Sonnenbrand. Begeistert waren wir trotzdem – doch stundenlanges Anstehen für einzelne Pavillons war es uns schlicht nicht wert und  so haben wir nach mehr als vier Stunden beschlossen, unseren Expo-Tag zu beenden.

Wir genossen die Ausstellung zwischen den Pavillons als auch von oben vom Grand Ring.

Nach rund 45-minütiger Fahrt waren wir wieder zurück in unserem Viertel und wir machten uns noch auf die Suche nach einem gemütlichen Lokal für ein Abendessen. Allerdings fanden wir erst im Restaurant Nr. 3 Ramen und – endlich Sake – nach unserem Geschmack. Und dann auch bald Hotel….

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Freitag 19.09. – Tag 10: Osaka
Osaka Castle – Umedea Sky Building – Hep Five Osaka Ferris Wheel

Zum heutigen Abschluss von Osaka stand zunächst das Osaka Castle auf dem Programm. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um ein „echtes“ Schloss, das mit dem japanischen Kaiserhaus in Verbindung steht, sondern vielmehr um ein Museum. Wer möchte, kann vom obersten Stockwerk des Hauptturms eine Aussichtsplattform besuchen und einen Blick über die Stadt genießen. Uns genügte jedoch der beeindruckende Anblick vom Schloss selbst – mit seinem gewaltigen Burggraben – sodass wir auf den Innenbesuch verzichteten und stattdessen direkt mit der U-Bahn ins Umeda-Viertel weiterfuhren.

Dort erwartete uns das berühmte Umeda Sky Building. Die markante Architektur verbindet zwei 40-stöckige Türme über spektakuläre, frei schwebende Rolltreppen, die zu einer kreisförmigen Aussichtsplattform führen. Von hier oben eröffnet sich ein atemberaubender 360-Grad-Blick über ganz Osaka – ein wirklich unvergesslicher Moment.

Zum krönenden Abschluss unseres Osaka-Trips stand das Ferris Wheel auf dem Programm, welches sich auf dem Dach eines Einkaufszentrums befinden. Für nur 800 Yen (bar zu bezahlen) war die Fahrt für uns „Riesenrad-verwöhnten“ natürlich ein Pflichttermin.

Die rund 15 Minuten in der Kabine vergingen wie im Flug. Erstaunlich fanden wir das dieses Highlight nicht viel stärker als Publikumsmagnet wirkt. Uns hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, Osaka aus dieser besonderen Perspektive zu sehen.

Und wie könnte man den Abend besser abrunden als mit einer Portion der berühmten Takoyaki – den kleinen, herzhaften Oktopusbällchen, die in Osaka fast an jeder Ecke zu finden sind. Ein köstlicher Abschluss für unseren Aufenthalt in dieser spannenden Stadt.

 

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Samstag 20.09. – Tag 11: Osaka-Koyasan
Anreise nach Koyosan mit Abstecher zum Strand Wakamaya

Heute machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Koyasan. Schon vor einigen Tagen hatten wir für diesen Wochenend-Trip einen Wagen gemietet. Zwar ist es auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, den Tempelberg zu erreichen – Bus, Bahn und Seilbahn inklusive – doch mit dem Auto spart man nicht nur gut zwei Stunden Zeit.

Gegen 9:30 Uhr starteten wir in Osaka. Da wir nicht allzu früh im Kloster ankommen wollten, legten wir spontan noch einen Abstecher ans Meer ein. Zu unserer Überraschung war es dort richtig idyllisch: entspannte Stimmung mit Surfern (trotz ausbleibender Wellen) und einem gemütlichen Café, das passenderweise „Glück“ hieß. So wurde dieses kleine Surferparadies am

Isonura beach schnell zu einem echten Highlight.

Nebenbei fand offenbar so etwas wie ein Markt statt, mit zahlreichen Essensständen – die wir jedoch ausließen. Stattdessen hatten wir eine etwas kuriose Begegnung: Eine Zeugin Jehovas sprach uns an. Wie üblich viele Worte, aber wenig Substanz. Der Verdacht lag nahe, dass sie vor allem von Alexanders wallendem Bart beeindruckt war – vielleicht sah sie darin eine gewisse Ähnlichkeit mit Jesus.

Nach so viel (Schein-)Heiligkeit war es Zeit, die Wakayama Bay hinter uns zu lassen. Mit unserem „Silberpfeil“ wollten wir eigentlich noch einen schönen Stopp am Wasser für ein Mittagessen einlegen. Doch die Orte, die wir fanden, wirkten wenig einladend. So landeten wir schließlich in einem Straßenlokal einer mittelgroßen Stadt. Zur Abwechslung gab es – mal wieder – Ramen. 😉

Danach wurde es ernst: Zeit, ans Einchecken in Koyasan zu denken. Zwar lagen nur rund 60 Kilometer vor uns, doch angesichts der überschaubaren PS-Leistung unseres Wagens planten wir dafür gut 1,5 Stunden ein.

Ab der nächstgrößeren Stadt führte die Strecke gefühlt über 123 Kurven und steil bergauf, bis uns schließlich eine entzückende kleine Stadt auf dem heiligen Tempelberg empfing.

Am Eingang zum Temel erwartet uns bereits am Eingang Master Kiyo. Wie sich später herausstellte, ist er eine Art Alleskönner: von A wie Annehmlichkeiten (inklusive Massagen) bis Z wie Zimmer – Master Kio kümmert sich einfach um alles.

Der Tempel wirkte auf den ersten Blick eher unscheinbar, doch gerade darin lag sein besonderer Reiz: Hier spürte man echte Tradition statt touristischen Kommerz – wohl auch ein Grund, warum die Unterkunft täglich ausgebucht ist.

Monk Kiyo führte uns durch die Hausgebräuche und zeigte uns die Räumlichkeiten. Danach hatten wir Zeit, uns in unserem Zimmer einzurichten. Diese waren schlicht und traditionell Japanisch.

Wer ein authentisches Wochenende in Japan erleben möchte, sollte unbedingt einmal in einem Tempel übernachten. Mehr Ursprünglichkeit geht kaum: Duschen ist ausschließlich zwischen 17 und 19 Uhr möglich, der Yukata (japanischer Baumwollkimono) dient sowohl als Abendgarderobe wie auch als Pyjama, geschlafen und gegessen wird am Boden, das Morgengebet beginnt bereits um 6:30 Uhr, gefolgt vom Frühstück um 6:45 Uhr.

Das Abendessen wird pünktlich um 18 Uhr serviert. Die Auswahl an Speisen ist beeindruckend und vielfältig. Und vegan…

Ein besonderes Extra gibt es zudem exklusiv für Gäste: Massagen bei Master Kio. Eine 60-minütige Behandlung kostet nur 6000 Yen – ein unschlagbares Angebot, das wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Die perfekte Ergänzung zu einem Wochenende der Entschleunigung.

 

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Sonntag, 21.09. – Tag 12: Koyasan
Morgengebet –  Okunion Cemetry – Mausoleum of Great Master Kobo Daishi – Dai-mon Gate

Der neue Tag beginnt früh – um 6:30 Uhr wurden wir zum Morgengebet eingeladen. Selbstverständlich wollten wir als gute Gäste dabei sein. Direkt im Anschluss ging es zum Frühstück. Doch ganz ehrlich: Weder das Gebet noch die Mahlzeit haben uns wirklich überzeugt. So waren wir schon kurz nach 7 Uhr fertig – allerdings war es für die erste Unternehmung des Tages dann doch noch etwas zu früh. Also gönnten wir uns noch eine kleine Pause im Zimmer.

Gegen 9:45 Uhr brachen wir schließlich auf zum Okunoin-Friedhof und dem Mausoleum des großen Meisters Kobo Daishi. Obwohl wir ein Auto hatten, stand für uns schnell fest: Diese heilige Stätte kann man nur zu Fuß wirklich erleben. Auf den rund 2,5 Kilometern durch die Anlage erwarteten uns unzählige, teils imposante Gräber – rund 200.000 an der Zahl. Jeder Schritt vermittelte eine besondere Ruhe und eine Atmosphäre der Achtsamkeit.

Nach etwa zweieinhalb Kilometern erreichten wir das Mausoleum selbst. Gemeinsam mit vielen japanischen Pilgern teilten wir diese sonntägliche Erfahrung. Zwar war einiges los, doch nach den Tagen in Tokio und Osaka überraschte uns der Andrang nicht mehr.

Durch viele Fotostopps und Eindrücke zog sich unser Rundgang länger hin, sodass wir erst nach rund fünf Stunden wieder im Tempel zurück waren. Nach einer erfrischenden Dusche war es auch schon Zeit für das Abendessen. Ab der zweiten Übernachtung gab es dafür eine noch etwas speziellere Auswahl.

Unser persönliches „Dessert“ war allerdings ein anderer Genuss: die nächtliche Ansicht des Tempels Kongobu-ji Danjo Garan (Elevated Precinct), und des Dai-mon Gate. Die stimmungsvolle Nachtaufnahme wollten wir uns nicht entgehen lassen.

So endete dieses ganz besondere Wochenende – von gespannt bis entspannt. Und ja, Alexander gönnte sich auch eine weitere Massage… der perfekte Abschluss.

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Montag, 22.09. – Tag 13: Koyasan-Kyoto
Anreise Kyoto mit dem Auto über den Nara Park

Als nächstes auf dem Fortunat´schen Reiseplan steht Kyoto. Auf dem Weg in die 1,5 Millionen Stadt liegt der Nara-Park. Das besondere an diesem Park sind die Rehe und Hirsche.

Da wir heute noch das Auto retournieren müssen, ist der Aufenthalt nur von kurzer Dauer. Was aber keine Tragödie ist, da man diese aufdringlichen Viecher überall anzutreffen sind.

Als nächstes Ziel auf dem Fortunat’schen Reiseplan steht Kyoto. Davor legten wir jedoch noch einen Stopp im Nara-Park ein. Das Besondere dort: die zahlreichen Rehe und Hirsche, die sich frei zwischen den Besuchern bewegen.

In Kyoto angekommen, haben wir uns auf einen sanften Start eingelassen. Da wir hier fünf volle Tage verbringen, wollten wir nichts überstürzen. Also gönnten wir uns eine Pizza und gingen früh ins Bett – schließlich warten in den nächsten Tagen mit Sicherheit wieder viele neue Eindrücke und Abenteuer auf uns.

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Dienstag 23.09. – Tag 14: Kyoto
Nishiki Market und Sanjo Shopping Street

Heute begann der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir uns daran machten, unseren Blog mit Fotos und Geschichten zu füllen.

Am Nachmittag standen dann die beiden bekanntesten Märkte der Stadt auf dem Programm. Zuerst der Nishiki Market: sehr touristisch, eher wie eine große Fresshalle als ein klassischer Markt. Ganz anders die Sanjo Shopping Street – hier scheint die Zeit stillzustehen, und bietet damit die typischere japanische Alternative zum Nishiki Market.

Der Rückweg zum Hotel führte uns über die Kawaramachi-dori Street, eine lebendige Einkaufsstraße. Auf der Suche nach einem speziellen Buch landeten wir in einer der zahlreichen Shoppingmalls – und entdeckten dort zufällig einen Nintendo-Store, was sofort Kindheitserinnerungen weckte.

Da wir auf den durchstreiften Märkten das gesuchte Buch nicht finden konnten, machten wir uns für das Abendessen wieder auf den Weg Richtung Hotel. Schon heute Morgen hatten wir dabei ein kleines Lokal entdeckt. Dort kehrten wir ein und wurden satt, – und das Ganze vermutlich für nur ein Drittel des Preises, den wir auf den Märkten bezahlt hätten.

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Mittwoch, 24.09. – Tag 15: Kyoto

Fushimi Inari-Taisha, Bamboo Forest Alternative und Teramachi und Sanjo Arkaden

Auch wenn wir schon viele Torii gesehen haben, gehört in Kyoto ein Besuch beim wohl berühmtesten Schrein einfach dazu: dem Fushimi Inari-Taisha. Hier reihen sich (angeblich mehr als) 1.000 Torii-Tore aneinander – (= japanischen Torbögen, die das Symbol für den Übergang aus der profanen in die spirituelle Welt bedeutet).

Fast jeder Reiseführer rät, früh am Morgen zu kommen, um den großen Andrang zu vermeiden. Wir haben uns daran gehalten, doch schon auf dem Weg von der U-Bahn Station zum nur ca. 600 m entfernten Eingang spürten wir, dass wir um 8:30 Uhr eigentlich schon zu spät dran waren.

Ein schönes Foto ohne Menschen war kaum mehr möglich, und das noch vor 9 Uhr (!).

Bei unserer Vorbereitung hatten via YouTube erfahren, dass mit Besuch des Fushimi Inari-Taisha quasi einen „Plan B“ zum berühmten Arashiyama Bamboo Forest gibt. Dem konnten wir nur zustimmen – wir verzichteten auf den Bambuswald, da die Anfahrt ab Hotel rund anderthalb Stunden gedauert hätte und er ohnehin von zahllosen Fotojägern abgelichtet wird.

Nach einem kleinen Frühstück in der Nähe des Bahnhofs ging es für uns weiter in die Sanjo und Teramachi Arkaden, wo wir auch einen Buchshop mit den gesuchten Spezialbüchern – betreffend Wagara Kultur fanden. In der Shopping mall gab es dann noch ein Mittagessen mit (einem viel zu kleinem) Wagyu Beef und (und viel zu viel) Beilage ;-).

Anschließend spazierten wir noch über die belebte Einkaufsmeile Shijo-dori zurück ins Hotel.

 

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Donnerstag, 25.09. – Tag 16: Kyoto
Planung der vorzeitigen Abreise und Gion

Angesichts der heftigen Unwetter der letzten Tage auf Bali haben wir uns entschieden, unseren Jahresurlaub 2025 anders zu verbringen.

Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, doch diesmal hat die Vernunft die Reiselust überstimmt. Ausschlaggebend war schließlich auch die Reisewarnung auf der Seite des BMEIA.

So standen nach dem Frühstück nicht Sightseeing und Entdeckungen am Programm, sondern Flugumbuchung und Hotelstornierungen. Das bedeutete mehrere Stunden Organisation und zahlreiche Telefonate – aber Reisemanagement liegt uns ja :-).

Am Ende war alles geregelt, wenn auch wie so oft mit einem gewissen finanziellen Verlust. Doch wo Schatten ist, da ist auch Sonne: Schon nächste Woche machen wir uns auf den Weg nach Cádiz in Spanien – Abflug am Dienstag.

Am Abend ließen wir den Tag mit einer Pizza – zubereitet von einem echten italienischen Koch – und einem Moretti-Bier ausklingen. Danach bummelten wir noch durch das Viertel Gion. Bekannt ist es für seine Geishas, doch die Damen, die wir dort sahen, waren wohl eher Begleiterinnen anderer Art.

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Freitag 26.09. – Tag 17: Kyoto
Kinkaku-ji-Tempel und Abreise

Bevor wir unsere 30-stündige Heimreise antreten, stand noch ein letzter Höhepunkt auf dem Programm: der Kinkaku-ji-Tempel.

Nach einer einstündigen Busfahrt erreichten wir den Eingangsbereich dieses wahren Publikumsmagneten. Zum ersten Mal während unserer Reise wurde tatsächlich Eintritt für einen Tempel verlangt – 500 Yen pro Person. Nicht viel, aber angesichts der Menschenmassen, die sich bereits um 9 Uhr früh durch das Gelände schoben, kommt da sicher einiges zusammen.

Mit den letzten Fotos im Gepäck hieß es nun Abschied nehmen von Japan. Unser Flug startete ab Osaka, doch zuerst führte uns der Weg mit der U-Bahn zum Bahnhof Kyoto. Dort gönnten wir uns noch ein finales Wagyu-Erlebnis – diesmal in Form eines Burgers.

Gestärkt ging es weiter mit dem Zug nach Osaka. Der Umstieg auf den Kyoto Airport Express erwies sich zunächst als kleine Herausforderung, bis die Fahrkarten endlich organisiert waren. Dank Alexanders Geduld war aber auch dieses „Projekt“ erfolgreich abgeschlossen. Die Fahrt selbst war komfortabel – stilecht im Hello-Kitty-Wagon – und führte schließlich über die lange Verbindung zum Flughafen, der spektakulär auf einer künstlichen Insel im Meer liegt.

Zum krönenden Abschluss unserer wunderbaren Japan-Reise gab es am Flughafen noch ein letztes Glas Piper – finanziert mit den letzten Yen und der charmanten Unterstützung von 200 Yen der Kellnerinnen.

Der zweite Teil unserer Rückreise führte uns mit Singapore Airlines nach Singapur.

Dank gutem Essen und Filmen und Musik vergingen die 6,5 Stunden wie im Flug, und gegen 23 Uhr landeten wir in Singapur. Die anschließenden vier Stunden Wartezeit überbrückten wir mit zwei Bieren zu je 19 Euro (!) und zwei Ramen.

Nun sitzen wir im Flieger Richtung Wien und die „kleine Schwester“ von Singapore Airlines zeigt sich von einer ganz sehr sparsamen Seite: Keine Unterhaltung, keine Mahlzeiten, nicht einmal Getränke sind inkludiert. Für die 12,5 Stunden Flug gönnten wir uns immerhin je eine 0,2-Liter-Flasche Wasser – für stolze 4 Euro. Auch das Aufladen der Geräte ist an Bord nicht möglich, also heißt es mit dem verbleibenden Strom haushalten.

Wie viele Stunden noch vor uns liegen? Schwer zu sagen – selbst die Anzeige mit den Flugdaten bleibt stumm.

Ein etwas merkwürdiges Ende für einen großartigen Urlaub…

 

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goodbye JPN, we had an amazing time! 😆