MR Tour
Feldkirch – Achensee – Attersee – Wien
28.5.-6.6.26

Wir packen unsere Seitenoffer…und fahren mit den Motorrädern nach …

Donnerstag, 28.05. – Tag 1
Anreise mit dem Autozug

Die Verladung der Motorräder erfolgt am Ende des Wiener Hauptbahnhofs. Die Atmosphäre ist entspannt, nicht zuletzt deshalb, weil sich hier bereits ein kleiner Motorradtreff gebildet hat. Etwa 45 Minuten vor der Abfahrt, gegen 21:45 Uhr, beginnt die Verladung. Die Mitarbeiter der ÖBB verstehen ihr Handwerk und sichern die fahrbaren Untersätze routiniert und professionell.

Um 22:38 Uhr heißt es dann pünktlich (!) Abfahrt. Wir beziehen unsere rund fünf Quadratmeter große „Suite“ mit Stockbett und starten die Reise Richtung Westen. Mit einem von der OeBB gesponserten Flascherl Kupferberg Sekt stoßen wir auf die bevorstehenden Abenteuer an, während der Zug uns in den kommenden 9 Stunden uns an das andere Ende von Österreich nach Feldkirch bringt.

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Freitag, 29.05. – Tag 2
Der Arlbergpass mit Motorrad

Das inkludierte Frühstück hatten wir für 6:40 Uhr bestellt. Auch hier muss man der ÖBB ein Kompliment machen: Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit werden großgeschrieben. Pünktlich erreichen wir Feldkirch und bereits 45 Minuten später, um 8:27 Uhr, sitzen wir schon auf unseren Motorrädern und nehmen Kurs auf Tirol.

Die Strecke nach Fügen führt uns über den Arlbergpass und das Kühtai bis zum Speicher Längental. Zahlreiche enge Kehren und herrliche Bergstraßen machen die Anreise dabei bereits zu einem ersten Höhepunkt der Reise.

Im Hotel Malerhaus angekommen, erwartet uns eine weitere positive Überraschung. Fast hätten wir vergessen, dass wir Halbpension gebucht hatten. Nach dem eher enttäuschenden Mittagessen kommt das ausgezeichnete Vier-Gänge-Menü am Abend daher wie eine kleine Offenbarung und entschädigt für alles.

Satt, zufrieden und nach insgesamt rund acht Stunden Anreise angenehm erschöpft, fallen wir bereits gegen 21:30 Uhr ins Bett.

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Samstag, 30.05. – Tag 3
bike&hike

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einigen Besorgungen beim Spar stand heute Bike & Hike auf dem Programm. Mit den Motorrädern fuhren wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung beim Gasthof Steixner beziehungsweise zum nur einen Steinwurf entfernten Kraftwerk. Dort parkten wir die Motorräder, tauschten die Motorradhosen gegen Wanderhosen und machten uns auf den Rundwanderweg „Vordere Hängebrücke Kolsassberg Weerberg“.

Die Tour ist zwar nicht besonders lang, verlangt aber aufgrund der teils steilen Anstiege einiges an Kondition. Die Mühen werden jedoch mit beeindruckenden Ausblicken und einer abwechslungsreichen Strecke belohnt. Auf dem Rückweg kehrten wir noch in der Hofer Stubn ein und ließen die Wanderung bei einer wohlverdienten Stärkung Revue passieren.

Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei. Am späten Nachmittag schwangen wir uns erneut auf die Motorräder und fuhren an die Seepromenade des Achensees. Die Atmosphäre erinnert ein wenig an Velden, allerdings mit einer ganz eigenen Tiroler Note. Besonders angenehm sind die zahlreichen frei zugänglichen Badeplätze, die zu einer spontanen Abkühlung einladen.

Diesen wunderschönen Sommertag ließen wir schließlich entspannt ausklingen: mit einem Sprung in den Infinity-Pool, einem Glas Rosé und einem spontanen Saunabesuch. Ein perfekter Abschluss für einen rundum gelungenen Urlaubstag.

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Sonntag, 31.05. – Tag 4
bike&swim – 3 Seenrunde (Schliersee/D – Tegernsee/D – Achensee/AT)

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Wassers, auch wenn ein Teil davon leider von oben kam.

Am Morgen waren wir noch etwas unentschlossen, wie wir den Tag gestalten sollten, denn die Wetterprognosen kündigten Regen an. Nach mehreren Kontrollblicken auf die Wetter-Apps entschieden wir uns schließlich für eine Drei-Seen-Runde über Schliersee, Tegernsee und Achensee. Laut Vorhersage sollte der Regen erst gegen 16 Uhr einsetzen, also ausreichend Zeit für eine ausgedehnte Motorradtour.

Wie so oft überließen wir die Routenplanung Calimoto, das erneut eine traumhafte Strecke für uns zusammenstellte. Auf rund 160 Kilometern führte sie uns über kurvenreiche Landstraßen, durch idyllische Dörfer und vorbei an herrlichen Landschaften in Richtung Schliersee.

Dem Schliersee selbst winkten wir allerdings nur kurz zu, denn unsere Aufmerksamkeit galt dem Tegernsee und dessen flüssigen Spezialitäten. Nach dem obligatorischen Bier fiel die Entscheidung für eine spontane Abkühlung im See nicht schwer. Die erfrischenden 18 Grad Wassertemperatur sorgten allerdings dafür, dass unser Badeaufenthalt eher von kurzer Dauer blieb. 🙂

Wie bereits laut diverser Wetter-Apps angekündigt, sollte am Nachmittag der Regen eintreffen, und diesem wollten wir nach dem Schwimmen möglichst davoneilen. Ganz gelungen ist uns das nicht. Die letzten 27 Kilometer wurden wir dann doch noch von einigen „Blessings from Heaven“ begleitet.

Trotzdem war es ein rundum gelungener Tag: großartige Straßen, beeindruckende Landschaften, drei Seen, ein kühles Bier und ein kurzer Regenschauer als Erinnerung daran, dass man das Wetter zwar planen, aber nicht kontrollieren kann.

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Montag, 01.06. – Tag 5
a special day 😉

Das gleiche Prozedere wie jedes Jahr… 🎉🥂dieser besondere Tag beginnt traditionsgemäß um 0:00 Uhr mit einer Flasche Champagner. Schließlich will ein neues Lebensjahr nach alter Fortunat’scher Sitte gebührend begrüßt werden. Man soll ja keine Gelegenheit auslassen, auf das Leben anzustoßen.

Es war ein rundum gelungener Tag. Sogar das Hotel hat auf Chrissys Geburtstag aufmerksam gemacht. Die Tischunterlage wurde kurzerhand in ein A3-Geburtstagsplakat verwandelt. Dezent ist anders, aber Geburtstag hat man schließlich nicht jeden Tag. 😉

Das Wetter zeigte sich von seiner launischen Seite, was wir geschickt für einen Ausflug ins rund 50 Kilometer entfernte Innsbruck nutzten. Diesmal allerdings nicht auf zwei Rädern, sondern mit der Zillertalbahn. Sehr komfortabel, wenn der Bahnhof praktisch direkt vor der Haustür liegt und man nach zwei Minuten Fußweg bereits unterwegs ist.

In Innsbruck standen genau zwei Punkte auf der Tagesordnung: das Goldene Dachl besichtigen und einen Motorradhelm kaufen. Mission erfüllt. Beide Ziele erfolgreich abgehakt, inklusive eines angenehmen gastronomischen Zwischenstopps direkt bei Goldenen Dachl.

Anschließend ging es wieder mit der Zillertalbahn zurück zur Unterkunft. Dort blieb sogar noch genügend Zeit für einen entspannten Besuch in Sauna und Infinity-Pool.

Das Geburtstagsdinner fand diesmal direkt im Hotel statt, und das war definitiv keine Fehlentscheidung. Nach kurzer Verhandlungskunst wurde die Vorspeise, genauer gesagt das Beef Tatar, kurzerhand zum Hauptgang. Zusammen mit dem noch ausstehenden Begrüßungssekt und einem Schnapserl  als Nachspeisenersatz ergab das ein Geburtstagsmenü, das keine Wünsche offenließ.

Nun heißt es allerdings noch Seitenkoffer packen, denn morgen geht die Reise weiter an den Attersee.

Good night, old Lady. 🎂🏍️🌙

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Dienstag, 02.06. – Tag 6
Nussdorf am Attersee – place to be? 🤔

Vor dem Frühstück wurden die Seitenkoffer an die Motorräder rangemacht. Danach hieß es Abschied nehmen vom Malerhaus. Leise „Servus“ sagen, Helm aufsetzen und weiterfahren. Ein wirklich tolles Hotel mit viel Herzlichkeit und Menschlichkeit, also genau die Art von Unterkunft, die man nur ungern wieder verlässt.

Doch die Straße rief bereits. On the road again Richtung Attersee und Lexenhof!

Etwa 17 Kilometer vor dem eigentlichen Ziel legten wir noch einen kurzen Stopp am Mondsee ein. Bekannterweise mögen auch die Oberösterreich Most, also gab es kühles Getränk mit Seeblick.

Am Lexenhof angekommen, war die Rezeption nicht besetzt. Für uns ein klarer Vorteil, denn vermutlich hätten wir offiziell noch gar nicht einchecken dürfen. So wartete der Zimmerschlüssel bereits in einer Schlüsselbox auf uns und wir konnten schon um 13 Uhr unser Quartier im zweiten Stock samt Balkon beziehen.

Das Zimmer machte einen hervorragenden Eindruck. Noch bevor wir die Koffer abstellen konnten, begrüßte uns der Duft des Zirbenholzes.

Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir einen Spaziergang an den See und anschließend zum nächstgelegenen Supermarkt. Bei beiden Ausflügen kamen wir zur gleichen Erkenntnis: Es ist definitiv noch Vorsaison. Kaum Touristen und Dienstag ist offensichtlich im ganzen Ort Ruhetag. Vielleicht liegt es daran, dass der Attersee aktuell eher die Temperatur eines ambitionierten Kühlschranks als die eines Badesees hat (= 16 Grad).

Der Supermarkt (Nah&Frisch) überraschte uns zudem mit einem Selbstbedienungskonzept am Nachmittag. “Innovativ”, aber nicht ganz unser Fall 👎. Also schwangen wir uns erneut auf die Motorräder und fuhren die sieben Kilometer zum nächsten Eurospar. Dort wartete nicht nur ein klassischer Einkauf, sondern auch ein Noodle King auf hungrige Reisende. Da heute gefühlt ganz Nußdorf Ruhetag hatte, kam uns der Asiate wie ein kulinarischer Rettungsanker sehr gelegen.

Wir lassen den Abend ruhig ausklingen. Das Motorradfahren und die ersten Eindrücke vom Hotel und Co. machen müde.

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Mittwoch, 03.06. – Tag 7
Lexenhof: KEINE EMPFHELUNG

Was erwartet man sich von einem Hotel, dessen Küche bereits mit mehreren Falstaff-Auszeichnungen und sogar einem Michelin-Stern geehrt wurde? Beim Frühstück jedenfalls deutlich mehr als das, was uns geboten wurde 😡. Ein paar Scheiben Käse und Schinken, Leitungswasser sowie Orangensaft aus dem Tetrapak. Bereits um 9 Uhr (Frühstücksbeginn ist um 8 Uhr) waren einige Dinge vergriffen und wurden bis zum Ende der Frühstückszeit um 10 Uhr nicht mehr nachgefüllt.

Der Lexenhof entspricht damit überhaupt nicht unseren Vorstellungen. Hinzu kam, dass wir aufgrund des fehlenden Kühlschranks im Zimmer sechs Dosen Bier im Kühlschrank des im Lexenhof befindlichen„1er Beisl“ gelagert hatten. Das gefiel dem Sternekoch offenbar gar nicht. Spätestens DAS war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Deshalb werden wir bereits morgen abreisen.

Da fällt die Entscheidung nicht schwer, zumal das Wetter morgen noch freundlicher werden soll als am Freitag, an dem wie heute lediglich rund 14 Grad erwartet werden.

Heute Abend geht es jedenfalls in die Dorfstube. Dort bekommen wir vermutlich ein gutes und vor allem leistbares Abendessen. Dem Sternekoch möchten wir heute kein weiteres Geld überlassen, erst recht nicht bei einem Gedeckpreis von 6,50 Euro.

 

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Donnerstag, 04.06. – Tag 8
early return 😔

obwohl wir bereits 2 Tage früher als geplant nach Hause fahren, tun wir das mit einem guten gefühl, denn: das Wetter heute ist traumhaft – viel Sonne und trotzdem nicht zu heiss bei +/- 25°C und für den morgigen Tag wäre ohnehin Regen und Nichtstun am Attersee angesagt.

So sparen wir uns den Regen und freuen uns auf ein leicht verspätetes Chrissy-Geburtstagsessen am Samstag 06.06. im Bootshaus

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