Donnerstag, 10.10. – Tag 1: Anreise, Molecule Man & Markthalle
Was soll man dem liebsten Ehemann schenken, wenn er schon alles hat? So war diesmal die Antwort: ein Ticket zu einem Auftritt von Torsten Sträter in Berlin samt Susi-Sorglos-Paket.
Nach einer unerwarteten Änderung der Flugplans, 45 Minuten früher, waren wir bereits um 11 Uhr in Berlin. Nach dem kauf einer 4 Tages Öffi Karte für 51 EUR – inkl. aller Zonen ABC – ging es ab Flughafen eine Stunde Richtung Prenzlauer Berg.
Mit der Vermieterin Barbara hatte ich bereits ab Buchung regen Austausch und das Bild welches ich im Kopf hatte, war soooo ganz anders als die Realität.
Wir konnten bereits um 12 Uhr – anstelle 15 Uhr – einchecken. Aber hierfür mussten wir einige Nerven lassen.
Barbara war nicht die Mitte 20-jährige Influencerin die ich im Kopf hatte. Nein, sie war Mitte 60 und sehr schrullig. Aja, und Designerin. O-Ton Alexander: “warning: this person (Barbara Schmidt) is a psycho …”
Zuerst das Gute betreffend Unterkunft. Das Einzimmer-Apartment ist sehr gut gelegen (nur 4 Stationen vom Alexanderplatz entfernt), ist stylisch eingerichtet, hat einen Balkon und für 3 Tage ist die Größe der Wohnung total ausreichend. Das Sonderbare allerdings ist, dass man vor dem ersten Schritt in die Wohnung von Barbara aka Little Psycho eine Einschulung der sonderbaren Art bekommt.
Little Psycho nimmt uns mehr oder weniger anstelle Handgeben mit “Schuhe ausziehen und mir geben” in Empfang. Weiter geht die nicht Einschulung in die Gegenbenheiten der 40m2 Wohnung von Madame. Die war wirklich nicht notwendig, da wir beide insgesamt eine Wohnerfahrung von etwa 70 Jahren *zwinker* haben. Es wurde uns erklärt wie und wo man die Jacke aufhängt, wie man den Koffer für das richtige Auspacken hinstellt, wie der Geschirrspüler und die Herdplatten funktionieren und die Kaffeemaschine sowieso…Design hin oder her, was bleibt ist eine verstörende Erinnerung an diese Begegnung mit der Gastgeberin.
Nach diesem Intermezzo war es Zeit für Frischluft und das führte uns zum ersten Programmpunkt, zum RAW-Gelände, danach ein kleiner Spaziergang und etwas Sonnenuntergang bei den Molecule Men an der Spree, Markthalle neun und zum Schluss, mit Einbruch der Dunkelheit, das sensationelle Festival of Lights. Heute haben wir Berlin, im wahrsten Sinne, in anderen Lichtern zu sehen….
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Freitag, 11.10. – Tag 2: Potsdamer Platz & Blue Man Group
…oder wie ich es sage: kein geplanter Tag ist auch ein guter Tag ;-).
Beim morgendlichen Nespresso (nein, die ach-so-tolle-Kaffeemaschine von Little Psycho wurde hierfür NICHT verwendet …) entschieden wir uns für einen Besuch beim Wochenmarkt am Maybachufer. Hier bietet sich das typische Marktgewusel samt Kulinarik. Trotz gutem Berliner Streetfood entschieden wir uns für eine ausgezeichneten Pizza ums Eck. Der kleine Italiener war herzig, die Pizza war herzhaft, daher war es gut sich noch etwas zu bewegen und so waren wir nur einige Straßenbahn-Stationen weiter am Landwehrkanal spazieren, Richtung Potsdamer Platz.
Der Platz bietet viel Geschichte und Architektur, aber auch eine unnötiges Einkaufscenter. Das sehen Menschen nach der Wende vermutlich anders…
Der Abend ist ebenso von Spontanität geprägt, denn ursprüunglich war der Besuch eines Jazzkonzerts geplant, jedoch beim einstimmen via youtube am Nachmittag war die Musik nicht mehr überzeugend. So wurden kurzerhand Tickets für die Blue Man Group gebucht. Eine Gelegenheit die sich in nächster Zeit nicht in Wien bieten wird (so sagt es das Internet). Und es war eine gute Entscheidung, nicht nur, weil Erinnerungen an die Flitterwochen – wie habe die BMG das erste mal in einer Show in Las Vegas im Jahr 2012 gesehen – erwachten…*fumb*
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Samstag 12.10. – Tag 3: Spreewald & Sträter
Bei herrlichem Herbstwetter machen wir einen Spaziergang an der Spree und im Spreewald. Und immer wieder müssen wir feststellen: Berlin ist grün!
In etwa 2 km Entfernung von der S-Bahn Station S 9 (aber auch S 8) Plänterwald befindet sich eine grüne Oase Berlins. Der Spreepark liegt direkt an der Spree und ist ein wunderbares Plätzchen, dass innerhalb von 20 Minuten via S-Bahn erreicht werden kann.
Das eigentliche Ziel war Lost-Place, der Alt-England Spreepark Plänterwald, aber weil hier gerade bis 2026 einem kommerziellen Park a la Prater gebaut wird, mussten kurzerhand die Pläne in einen einen wunderschönen Spaziergang zwischen Spreewald an der Spree geändert werden. Diese Seite von Berlin ist besonders sehenswert und eine echte Oase.
Am Abend folgt das Highlight unseres Trips – das Geburtstagsgeschenk von Aleaxander: die Vorstellung von Torsten Sträter in der Mercedes Benz Arena (seit der Karten-Bestellung wurde die Mercedes-Benz-Arena wohl von einem neuen Sponsor übernommen und heisst nun Uber Arena inkl. Uber Eats Music Hall – selbstverständlich mit eigenem Uber Platz *zumKotzen*. Beim Lesen dieses Beitrags kann es schon sein, dass die Arena wieder anders heisst, weil durch den Einwurf von ein paar Millionen € ein anderer GlobalPlayer seinen Namen draufklebt …) . Nebenan spielte Bob Dylan, das hat uns aber sehr wenig beeindruckt. Ich glaube, den Sträter mehr. Oder in seinen Worten ein ehrfürchtiges *Kikkerkii*.
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Sonntag, 13.10. – Tag 4: Mauerpark & Abreise
Vor dem Abflug fuhren wir am Vormittag noch in den Mauerpark. Diesen erreicht man ganz leicht mit der M4, Station Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Dieser Park ist insofern interessant, da früher hier die Mauer stand, aber heutzutage locken am Sonntag viel Kulinarik und der Flohmarkt die Berliner hier her.
Ganz nice, aber wir entschieden uns für eine Stärkung in einer Burger Bude unweit des Parks. Das war für eine gute Gelegenheit – selbstverständlich mit Berliner Pils 😉 – Tschüss alias Baba Berlin zu sagen.
Das alternative Berlin bzw. der zweite Besuch nach 2010 (oder so), wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben.
what we took from Berlin with us: Momente, die Zeit in Glück verwandeln (C&A)


