(Not Vicky Le)ANDROS

  • Do, 20.06.2024

Ich packe meinen Koffer und reise nach …. Andros und Athen.

Es war höchste Zeit, den Stress und den Alltag hinter sich zu lassen und sich auf eine gute (freie) Zeit zu freuen.

Den Start für die Urlaubssaison 2024 macht diesmal eine Insel der Kyladen, nämlich Andros. Andros ist die nördlichste und zweitgrößte Insel, welche – je nach Art der Fähre – 1 bis 2 Stunden ab dem Port Rafina zu erreichen ist.

Ab dem Athener Flughafen erreicht man den Port Rafina für die Fahre nach Andros sehr leicht und sehr günstig mit einem lokalen Bus (EUR 3,60/Person). Ein Taxi hätte uns zwischen EUR 30 und 40 gekostet – jedoch, das Geld was man sich hier spart, gibt man sehr schell am Port aus. Nachdem wir bereits 8 Stunden unterwegs waren, war es Zeit für Souvlaki und Bier zu einem stolzen Preis im Grillhouse Efi.

Leider hatte unsere Fähre zwei Stunden Verspätung und zu Recht…selbst dann war der starke Wind (fast 80 km/h) am Seajet noch gut spürbar.

Wie zu meist, haben wir eine Unterkunft in einem AirBnB gebucht. Diese liegt diesmal sehr zentral, nur etwa 5 Minuten Fußmarsch vom Port Andros in der Ortschaft Gavrio. Die Mama des Gastgebers Stamatis hat uns beim vereinbarten Treffpunkt (nein, sie hat dort nicht 2 Stunden auf uns gewartet ;-)) in Empfang genommen und in der Unterkunft – als hätte Sie es gewusst – gab es einen gekühlten Schnaps (Tsipouro)als Welcome Drink.

Wir waren dann doch etwas müde nach der kurzen Nacht und so haben wir den späten Nachmittag kamot bei Fußball-WM und Abendessen in eine typischen – unfreundlichen – griechischen Taverne  – ausklingen lassen.

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Fr, 21.06.2024

Nachdem wir uns gestern Abend überlegt hatten, eine Nacht in Athen zu verbringen, haben wir hierzu heute Morgen alles in die Wege geleitet. Dh Fähre und Auto umbuchen, Zimmer in Athen suchen.

Der Rest des Tages bleibt ein Mythos…:-)

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Sa, 22.06.2024

Am frühen Vormittag haben wir uns das Mietauto, ein Golf in weiß, gecheckt und mit dem war das Tagesziel die rund 40 km entfernte Stadt Chora, die Hauptstadt auf der Insel, bald erreicht.

Die Stadt ist nicht allzu groß, doch auch hier einiges an Touristen, aber alles überschauber – KEIN Massentourismus!. Viele zieht sicher – auch so wie uns – der Leuchtturm Tourlitis an. Leider gibt es nicht den idealen Fotospot um diesen abzulichten, aber drumherum gibt es einiges Sehenswertes für unseren Fotoblog.

Nach einem kleinen Snack in der Innenstadt wollten wir unbedingt eine Abkühlung im Meer. Auf dem Weg dorthin gab es statt einer frischen Brise, einen Waldbrand in den ca. 5 km entfernten Bergen in der Region

Wir hielten dennoch Kurs und so landeten wir beim Strand Paralia Piso Gialia. Nachdem wir 160 Stufen hinab sind, war dieses Strändchen uns dann doch “zu Touri”. Das Bier an der kleinen Strandbude haben wir uns dennoch nicht nehmen lassen. Auch wenn es etwas befremdlich war, dass in rund 100 m Entfernung die Helis ihre Löschwasservorräte für die Brandbekämpfung aus dem Meer auffüllen mussten.

Apropos Brand: Die 160 Stufen wieder hinauf und dann mit dem Auto in Richtung Golden Sand Beach. Hier kam es dann zu der wohlverdienten Abkühlung – ohne Nebengeräusche ;-).

Ein schönes Tagerl endet bei griechischer Wurst und portugiesischem Spielgewinn gegen die Türken. Kalinichta!

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So, 23.06.2024

Nach 2 Tagen Wind zwischen 60 und 70 km/h starten wir in den Tag mit einem Frühstück zu dritt. Die beiden Hauskatzen sind hier ein Teil der Familie und respektieren (oder soll ich sagen ignorieren) die Gäste. So gibt es hier kein aufdringliches Betteln wie in den umliegenden Lokalen. Die Hauskatzen chillen untertags lässig am Sessel und hie und da schnenken sie uns dann doch einen Blick mit ihren stahlblauen Augen.

Apropos Frühstück. Hier gab es gleich in der Früh eine angenehme Überraschung von den Vermietern. Als bekennende Schnapsdrosseln haben wir eine (weitere) Bottle Tsipouro* erhalten. Jámas!
*Tsipouro ist ein kräftiger griechischer Schnaps, der aus den Rückständen hergestellt wird, die nach dem Pressen von Trauben für die Weinherstellung übrig bleiben.

Im Laufe des Vormittags steht die Bearbeitung des Blogs im Vordergrund. Auch sowas bedarf Zeit.

Die Gastronomie im Ort ist zwar ganz nett, aber warum nicht selber kochen: zum Mittagessen gibt es Calamari mit –  und dank Essigspende vom Nachbarlokal – einen leckeren griechischen Salat in Gavrion´s Nest. Die Katze ist übrigens noch immer am chillen.

Am späteren Nachmittag machen wir einen Ausflug. Alexander suchte uns eine Route raus, die über Stock, Stein, Staub und Strand zu einem weiteren Leuchtturm bringen sollte. https://maps.app.goo.gl/uqzDGGhHj4JWYdh69

Der erste Strand Paralia Pisolimnionas war zwar nett und ruhig, aber hat uns nicht überzeut. Der nächste Halt sollte Paralia Kalamitsi sein, jedoch auch da haben wir uns aus der Ferne schon für ein No-Go entschieden. Vielleicht spürten wir beide im inneren unseres Auswanderer-Herzens das es besser geht. Und tatsächlich: der Vlychada Bay South Beach war dann DER Strand.

Hier hatten wir einen herrlichen Nachmittag in familiärer Atmosphäre. Ein kleine Bude mit Bier, Tsipouro und Snacks und das kristallklare Meer ist nur 3 Meter entfernt.

Und vergessen ist der Leuchtturm.

Bereits seit Stunden sind wir dort die letzten Gäste, aber die Familie ist weiterhin herzlich zu uns und spendiert uns ein Andros´sches Bier und ein lächeln.

So, noch den kitschigen Sonneruntergang fotografiert und wieder ab nach Gavrio.

So muss Urlaub!

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Mo, 24.06.2024

Der Besuch an der Vlychada Bay hängt noch nach. Wir sind nun defintiv seit gestern Nachmittag im Urlaub angekommen.

Nach einem kamoten Start in den Tag, ging es gegen 16 Uhr nach Batsi. Der Ort liegt rund 8 km entfernt und gehört ist der wichtigste Touristenort auf Andros. Die vielen Tavernen laden zum verweilen ein, aber wir haben uns für eine schattige Bude etwas fernab der Stadt entschieden (= Asterix Bar), in der man sogar einen Kärntner trifft ;-).

Nach dieser Erfrischung ging es Richtung Fellos, in die wohl bekannteste – und womöglich auch die schattigste – Taverne, nebenbei nur 5 Minuten vom Beach entfernt. Diesen haben wir uns natürlich noch auf der Heimfahrt anschauen müssen. Mehr wie anschauen war nicht, denn nach dem Essen sollst du das Schwimmen meiden ;-).

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Di, 25.06.2024

Das heutige Tagesziel ist Korthi*.

*Abgeschieden vom Rest der Insel und im Herzen eines üppigen Tals ist Korthi eine verschlafene kleine Stadt, die von herrlichen Stränden umgeben ist.

Die Reiseführer würden es womöglich als pittoresk bezeichnet, wir empfinden es als einfach herrlich. Der Ort bietet nicht viel an Sehenwürdigkeiten, aber gerade das macht es interessant. (Noch) keine Influencer, anstelle dessen Einheimische die sich zum gemeinsamen Baden treffen und die 10-jährigen versuchen sich mit den ersten Surfversuchen. Eine Begegnung der Generationen. {Aja, das Haus für Plan B hätten wir heute auch gefunden}

Bei einem Spaziergang an der Promenade und ein Eiskaffe im Dorfcafé vergisst man schon Mal die Zeit, aber nach 3 Stunden Sonne und Dorfleben war es Zeit für eine Abkühlung.

Diese haben im Tis Grias To Pidima gefunden. Türkisblaues Meer, wo man nicht mal abtauchen muss um die Fischi zu sehen, und ein 15 Meter hoher Fels der aus dem Meer ragt, toppen sogar manch thailändische Attraktion.

Vom Winde verweht ging es zurück über die ca. 9 km entfernte “Bridge of Love” (die Recherchen im Nachhinein weichen leicht von diesem Tageshighlight ab).

Nach gefühlt 327 Kurven und unendlich vielen km auf Schotterstraßen waren wieder in Gravio. Gestärkt mit einer Pizza und einem guten EM Spiel, sagen wir für heute Kalinichta!

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Mi, 26.06.2024

AUA. Abenteuer Urlaub Anders. Oder einfach: die schmerzhafte Anreise zu einem Naturphänomen.

Die Valian Pirates Höhle ist ein Wunder der Natur. Diese befindet sich am Strand von Zorkos, auf der Nordseite der Insel.

Der Einstieg in die Höhle wirkt sehr beängstigend, auch weil es schwer einschätzbar ist, wie lange man zum Highlight braucht.

Wir haben anfangs von oben die Lage gecheckt und das Bier nach der Wanderung quasi am Ende der Insel getrunken. Ich glaube, dass wir direkt über den Höhle waren und selbst das war schon sehr beeindruckend.

Gestärkt von den Elektrolyten sind wir nun in die Höhle geklettert. Leider nicht allein. Begleitet von 4 belgischen Influencerinnen und einem spanischen Pärchen.

Nichtsdestotrotz war es ein einzigartiges Erlebnis. Es wirkt, als ob man im Auge der Höhle steht und das Meer betrachtet.

Retour über den Dornenpfad zum Auto und von dort 12 Minuten irrer Schotterpiste sind wir im Schritttempo zum traumhaften Zorkos Beach gefahren.

Die Abkühlung im türkisblauen Wasser dort ging durch Mark und Bein.

Nach soviel Aufregung endet ein unvergesslicher, aufregender Tag chillig am Strand von Fellos.

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Do, 27.06.2024

Jede Reise hat ein Ende. Aber die Erinnerung an die Insel Andros ist unvergänglich.

Einmal noch nach Vylchada Beach und wie es die Fortunat´sche Tradition will – gutes Abendessen.

Da wir das Auto bereits um 18 Uhr retournieren, entschieden wir uns für ein Abendessen im Ort. Viel Auswahl gibt es nicht, aber wenn man frischen Fisch will, ist es dann doch das Restaurant Sails zu empfehlen. Es gab für uns ganz frischen Barracuda mit einem typischen – in dieser Variation für uns unbekannten – griechischen Salatteller mit gekochten Zucchini, Rote Ruabn und Spinatsalat und dazu einmal noch Tzatziki. Die Sitzgelegenheit im Freien nahmen wir beim Wort und so haben wir zum Abschluss die ganze Gavrio ´nschen Promenade und das Meer im Blick.

Ein wunderbarer Abschluss, für eine wunderbare Zeit.

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Fr, 28.06.2024

Vom guten Essen nicht genug, haben wir uns für den Trip nach Athen noch in Gavrion´s Nest gestärkt: schnelle Küche mit Linguine, Muscheln in Tomatensoße.

Um 12:30 Uhr legte der Superrunner Jet ab und bereits nach 1:05 Std. waren wir in der griechischen Hauptstadt.

Von dem Timing dürften wir es gut gewählt haben, da sich die Vermieterin Denise mit “tomorrow is no ship” von uns verabschiedete. Ja, den Wind haben wir bereits in den ersten beiden Tagen unser Ankunft kennenlernen dürfen.

Mit dem Taxi ab dem Port Rafina (für EUR 45) ging es in das Dunlin Hotel. Die Lage des Hotels ist in little Pakistan. Die Leute hier sind aber recht genügsam, hingegen – O-Ton des Barkeepers – Walking Death gibt es hier auch. Der Barkeeper war sehr nett, dass wir nicht nur den Free Drink geniessen wollten. So startete der mit einem nettem Gespräch über die Mentalität Griechenlands und Yolo ;-).

Von den Erfrischungen und dem Bier to go gestärkt, war es aber Zeit die Akropolis nicht nur vom Rooftop des Hotels zu besichtigen.

Wir spazierten Richtung dem hippen Ausgehviertel Planka. Unterwegs kehrten wir noch ein und der uns mit einem richtig gut gefüllten Fleischteller für die Nachtsstunden stärkten.

Anschließend spazierten wir Richtung auf den Philopapposhügel, wo es neben der gut besuchten und sehr netten Gastronomie, auch eine gute Aussicht auf die Akropolis gibt.

Einige Fotos später, ging es dann noch in eine der zahlreichen Rooftop Bar. Auch hier wieder der Blick auch das Highlight von Athen.

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Sa, 29.06.2024

Wir haben heute mal länger geschlafen, denn der heutige Tag wird lang wird (und als hätten wir es gewusst, haben wir es richtig gemacht. Denn der Abend wird laaaaange…)

Nach einem kleinen Illy ums Eck, ging es für uns in die Athener Markthalle. Nach zahlreichen Besuchen von verschiedenen Markthallen auf dem Globus, waren wir beide angenehm überrascht, wie hygienisch und gut sortiert dieser ist.

Demnach war klar, dass wir dort auch Mittagessen wollen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist überraschend fair. Im Schnitt zwischen EUR 15 – pro Person mit Beilage und einem Kilo Wein.

Anschließend gab es noch einen Kaffee im Mokka. Mokka ist einer der besten Orte, um griechischen Kaffee zu probieren, der auf traditionelle Weise über heißem Sand gebrüht wird.

Noch eine kleine Runde in der Innenstadt von Athen und dann ab zum Flughafen. Ab dem Dunlin Hotel kann man die U-Bahn an der Station Omonoia und dann einmal umsteigen auf die M3 zum Airport nehmen. Der einstündigen Transport kostet für EUR 9/Person.

Wir hatten keine Eile, wollten aber in Ruhe einchecken und das EM-Spiel anschauen um 19 Uhr und dann mit dem Flug um 21:40 Uhr Heim. Und ja, keine Eile hatte auch der Flug…wir hatten 3,5 Stunden Verspätung…

Aber: Am Ende des Tages zählt nur das, was wir wirklich gemacht und erlebt haben und nicht das, was Ryanair da mit müden Passagieren macht.

Es war ein wundervoller Auftakt in die Urlaubssaison 2024.

=> zur Fotogallerie Tag 9