Wolfgangsee / Salzkammergut
Do, 22. Juni
Nach vielen anstregenden Monaten, haben wir uns diesmal besonders auf ein paar freie Tage gefreut. Der Sommerurlaub 2023 bringt uns diesmal in das Salzkammergut an den Wolfgangsee, Südtirol/Bozen und an den Millstättersee.
Anstelle dem Vespatreffen, gibt es Urlaub auf den Brompton. Zumindest planen wir das in den nächsten Tagen auch mal zu nutzen. Gerade eben, sitzen wir bei Regen auf unserem Balkon der entzückende Familienpension “Haus Appesbacher”, welche ca. 3 km außerhalb von St. Wolfgang liegt.
Den ersten Abend haben wir beim benachbarten Restaurant (von einheimischer, bodenständiger Küche weit gefehlt, anstelle dessen eine dominierende thailändische Küche) ausklingen lassen.
Fr, 23. Juni
Leider begrüßt uns der heutige Tag mir Regen und Kälte. Die geplante Radtour fiel sprichwörtlich ins Wasser. So haben wir uns auf dem Weg nach Bad Ischl gemacht. Was für den Kaiser und seine Sommerfrische gut war, wird es auch für die Fortunats sein.
Nach einem Besuch am Wochenmarkt und einem gezwungenen Regen-Kaffeepäuschen, wollten wir uns die Kaiservilla anschaun. Aber die 15 EUR Eintritt, waren uns dann doch etwas zu viel…so dann, retour ins Haus Appesbach.
Der Abend sollte mit feinen Klängen und Blick zum See gemütlich ausklingen. Denkste. Das Konzert wurde wetterbedingt abgesagt und wir wollten dann zumindest unsere Enttäuschung mit einem köstlichen Abendmahl wettmachen. Das so bekannte “Weiße Rössl vom Wolfgangsee” sagte uns in nicht zu, aber leider gab es auch keine Alternativen, weil hier der Bär erst in den Sommerferien tanzt. Plan B war die Pizzeria am Campingplatz . Es war nicht die schlechteste Entscheidung, aber doch hatten wir etwas Pech mit der City St. Wolfgang.
Sa, 24. Juni
Wieder voller Tatendrang, war heute die Wanderung auf den Schafberg am Plan. Leider auch heute wieder Regen. Die Alternative wird die “Bürglstein-Runde”. Dieser Panoramaweg entlang vom See sollte dann wohl mal ein Highlight werden.
Kurz nach Mittag haben sich die Wolken über den Wolfgangsee auch mal eine Regenpause gegönnt. Das war dann unser “Go” für die geplante Bürglstein-Runde.
Der Einstieg, bei Kilometer 3 von 9, erfolgte in unmittelbarer Nähe der Unterkunft. Durch Wald und Wiese und auch etwas Radweg gelangt man bald mal nach Strobl. Das Abbiegen in dieses Dorf hat sich erst bei der zweiten Runde ausgezahlt, Stichwort Burger am See und die Dudelsack-Spieler, die eine Hochzeit begleiteten.
Nach Strobl geht es entlang vom See weiter. Die sogenannte “Gschma Platzl” laden zum verweilen am See ein, insbesondere die Seerosen am Holz. Wieder weiter durch Wald und Wiese waren wir dann wieder am Ausgangsort und nach 10 Kilometer hatten wir nun doch das Gefühl, etwas gemacht zu haben und sind für eine Nachmittags-Chill-Runde wieder ins Zimmer.
Der Abend wird in St. Wolfgang ausklingen. Hoffentlich mit einigen Vespas…denn vom eigentlich abgesagten Vespa-Treffen, haben sich doch einige an die blaue Wolfgangsee-Lagune begeben.
So, 25. Juni
Fahrt nach Bozen. Bereits um 9:30 Uhr mussten wir am Wolfgangsee auschecken, was uns zuerst doch recht früh vorkam und andererseits es mit der Anreise nach Bozen gut gepasst hat.
Zusammengefasst waren es sehr nette Tage und wie bereits mit der Junior-Chefin vereinbart, werden wir die Unterkunft für das Vespatreffen im nächsten Jahr buchen. Auch weil die Nähe zu den vielen Seen (Wolfgangsee, Mondsee, Attersee, Traunsee und Fuschl am See) doch einige schöne Ausflüge hergibt.
Die Anreise über den Brenner war mit 20 Minuten Stau noch im Rahmen. Belohnt wurden wir dann in Brixen mit einer ausgezeichneten Pizza.
Nach weiteren 45 Minuten Fahrt, waren wir dann im “Art&Design Hotel Napura”. Hier haben wir eine großzügiges Zimmer (sure, we paid for it) und wenn wir die Dachterrasse dazurechnen, die fast nur wir nutzen, lässt es sich hier wirklich aushalten. Einziger Minuspunkt ist der Pool. Der scheint von der Tiefe und der Breite eher für Babys gemacht worden zu sein.
Wir lassen den Abend bei Wein und Oliven ebendort ausklingen.
Mo, 26. Juni
Nach einem ausgezeichneten Frühstück sind wir nach Bozen City gedüst. Wir sind heute bereits zum dritten Mal in dieser Stadt und wie die letzten Male, sind wir von Stadt und Mensch sehr begeistert.
Nach ein wenig herumsandln und Einkäufen am Markt in der Stadt – für die Pasta a casa Napura – ging es dann nach über einen kleinen Stopp beim Spar wieder in die momentane Wohlfühloase. Glücklicherweise bietet diese die Möglichkeit, die Sachen die wir in der Stadt gekauft haben, gleich vor Ort, also im Zimmer, zuzubereiten….
…die hausgemachten Nudel sowie die Tomatensoße und auch die Steinplize werden eine nette Urlaubserinnerung hinterlassen.
Abends ging es noch sponzan mit dem Rad zwischen Apfelplantagen und Weinreben zur “Kellerei Bozen”. Bestimmt ein Genuss für den Geschmackssinn, aber für uns stand der Sehsinn im Vordergrund. Diese Kellerei zeichnet sich durch eine tolle Architektur aus.
Bei 35 Grad Abendhitze radelten wir dann über das Anwesen vom Haselsteiner wieder in das kühle Hotelzimmer.
Der Abend endete, wie am Vorabend, auf der Dachterrasse.
Di, 27. Juni
Trotz schönen, klimatisierten Zimmer, müssen wir auch was erleben. Daher raus in das schöne Südtirol, im speziellen zum Montiggl.
Diese Rundwanderung war nicht sonderlich anspruchsvoll, aber die Hitze hat ihr übriges getan. Gut, dass wir uns nach 4 Kilometer am “Kleine Montigglsee” im Schatten und frischgezapften erfrischen konnten.
Dieser kleine See bietet abseits des kleinen öffentlichen Bades auch viele Möglichkeiten entlang vom Wanderpfad sich zu erfrischen. Wir haben lediglich die Beinchen erfrischt, bevor wir weiter an den “Großen Montigglsee” wanderten. Dieser war doch um einiges hektischer als der kleine.
Nun war auch schon Endspurt und nach fast genau 8 Kilometer waren wir auch schon wieder am Startpunkt.
Spontan entschlossen wir uns eine Fahrt nach Meran. Die dritte Stat auf unserer Südtirol-Tour, kommt über das _nett_ nicht hinaus. Bozen bleibt einfach der Favorit für uns.
Kaum im Hotel angekommen, haben wir uns im Pool erfrischt. Mehr ist hier beim kniehohen Pool eh nicht möglich…
Mi, 28. Juni
Wanderung zu den Wasserfällen von Barbian.
Die drei Stationen die es an den Tag zu bewältigen gab, waren der Kleine Wasserfall, der Große Wasserfall und der Briol. Letzteres ist eigentlich eine kleine exquiste Hotelanlage. Aber ab hier geht es nur mehr abwärts Richtung Auto. Denn nach gut 2 Stunden ständigen bergauf, haben wir uns über das sehr gefreut.
Insgesamt wird die Tour als mittelschwer bewertet und ja, dem können wir absolut zustimmen. Die 10 Kilometer haben es wirklich in sich.
Nach dem das kulinarische Angebot im Ort sehr rar war, fuhren wir wieder nach Bozen City. Leider war es kein guter Abschluss für diese schöne Stadt, es war wirklich ein grottenschlechtes Restaurant.
Jetzt aber nur mehr ins Hotel und alle viere von sich strecken. Müüüde.
Do, 29. Juni
Abreise aus Bozen. Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut.
Nach rund 4 Stunden Fahrt, haben wir heute in der nur etwa 200m vom Millstätter See in der “Pension Zum Mühlrad” eingecheckt. Von unserem kleinen Zimmer aus, haben wir einen tollen Seeblick.
Aber wir sind ja nicht nur hier zum Seeschaun, sondern auch zum Baden hier. So sind wir um 18 Uhr in das nur 200m entfernte Badehaus spaziert und nach einem erfrischendem Plansch haben wir uns es im Restaurant gemütlich gemacht. Der Seeblick ist der Hammer. Ebenso gibt es nur 150m entfernt ebenfalls einen sensationellen Seeblick, beim Fischimbiss. Eine tolle kalte Fischplatte und der Sonnenuntergang rundeten diesen tollen Seetag ab.
Fr, 30. Juni
So die klein die Pension, so klein das Frühstück. Gut, wir hatten nach Napura ohnehin keine Erwartungen…in leiser Vorahnung haben wir eh unsere eigene Nespressomaschine mitgenommen…
Wenn der Reifen beim Brompton hält, Chrissy hatte an Patschn, radeln wir in das 4 km entfernte Millstatt. Abends ist wieder Schwimmen und als Finale Reinanke vom See geplant.
Gesagt , getan. Nach einem kleinen Spaziergang in der “Stadt Millstatt”, einem Spritzer im bekannten Kap-Cafe und einem Fischsnack in einer kuriosen Straßenbude, düsten wir wieder in die Pension. Der Botschn war vergessen ;-).
Wir haben entschlossen morgen abzureisen. Die Reinanke vom Millstätter See gönnen wir uns aber noch.