Cambodia / Siem Reap / Angkor wat – 19.-23.12.22

Mo, 19.12.22 / “from Vietnam to Cambodia”

Sehr pünktlich um 6:15 Uhr geht es los zum Bus Terminal nach Ben Tre. Der Bus bringt mich dann nach Saigon. Dort angekommen an der Bus – Station bestelle ich mir ein Grab-Taxi zum Flughafen. Um 12:35 Uhr geht mein Flug nach Kambodscha, genauer gesagt nach Siem Reap.

Der Flug war kurz und angenehm. Beim Ausstieg aus dem Flughafen hatte ich einen Flashback: der so genannte “internationale” Flughafen von Siem Reap war in etwa vergleichbar mit der unserer Landung auf den Cayman Isands vor ein paar Jahren. Man steigt direkt am Flugfeld aus und spaziert gemächlich zu irgendwelchen kleinen Häuschen, die letztendlich das Flughafengebäude darstellen.

Der Fahrer erwartet mich schon und auf dem Weg zum Hotel stelle ich fest, dass hier in Kambodscha alles anders zu sein scheint, als in Vietnam. Die Straßen sind viel breiter und der Asphalt erreicht westlichem Standard. Außerdem warten die Verkehrsteilnehmer geduldig an der roten Ampel, bis sie auf Grün umschaltet. Es gibt zwar viele Mopeds hier, aber bei weitem nicht so viele wie in Vietnam.

Leider sollte auch in weiteren Punkten meine Wahrnehmung, dass Kambodscha völlig anders ist, als wird als Vietnam, sich bewahrheiten. Das Zahlungsmittel hier ist der US-Dollar und die Preise sind mit jenen in Paris oder Rom zu vergleichen. So kostet zum Beispiel eine kleine Flasche Bier aus der Minibar aus dem Hotel Kühlschrank 3 US-Dollar. Die günstigste Dose Bier im Supermarkt kostet 0,70 $.

Auch das Fortbewegungsmittel Nummer eins, sowohl unter den Touristen als auch unter den Einheimischen ist hier nicht das Grab-Taxi sondern tatsächlich das Tuktuk. Was wohl in Bangkok eine teure Touristen Gaudi ist, ist hier alltäglich. Jegliche Fahrt von irgendwo ins Stadtzentrum kostet 1 US-Dollar. Meine Unterkunft, das Mane Boutique Hotel, versucht krampfhaft eine fünf Sterne Unterkunft zu repräsentieren, schafft es dann aber doch nicht ganz. Wie immer finde ich die vielen kleinen Fehler, die mich dann stören (ich will jetzt darauf nicht näher eingehen). Ein Tuktuk bringt mich ins Stadtzentrum, um mich in einem Supermarkt mit genügend Bier einzudecken.

no images were found

 

Di, 20.12.22 / “Tonle Sap”

pünktlich um 8:00 Uhr steht mein Moped, ein Honda Zoomer zur Übernahme bereit. Nachdem ich das Frühstück gemütlich beendet habe, drehe ich die erste Runde mit dem Moped, was sehr viel Spaß bereitet.

Ich fahre mal ins Stadtzentrum und sehe mir den zentralen Markt an. Dort geht es zwar zu, wie auf jedem anderen asiatischen Gemüsemarkt, dennoch ist es sehr interessant und spannend, zu sehen was und wie hier feilgeboten wird.

Danach folgt ein kurzer Spaziergang durch die berüchtigte Pub street. Ich werde zwar am Abend noch einmal hin schauen, kann mir aber nicht vorstellen, dass es mir hier gefallen wird.

Zurück zum Hotel und noch einmal alle Sachen packen. Nun wird es spannend. Ich habe mir vorgenommen, das Floating Village von Kampong Phluk zu besuchen. Und zwar auf eigene Faust und nicht mit einem Touristen-Schlepper. Die Anfahrt von circa 20 km gestaltet sich problemlos, lediglich die letzten 4 km fahre ich auf einem Feldweg, wo rechts und links der Straße die verschiedensten Tiere auf mich warten, umringt von schäbigen Unterkünften. Als ich dann am vermeintlichen Ziel ankomme, war meine Stimmung ziemlich gedrückt, von der Armut die ich am Straßenrand beobachten konnte.

Ich wurde abrupt von einem Herrn in Uniform gestoppt. Nun hieß es Absteigen und Eintritt zahlen. 20 $ waren fällig für den Trip hinunter den Flussarm bis endlich die Fahrt in den Sonnenuntergang am Tonle Sap See zu beobachten sein wird.

Ich hatte großes Glück, denn gerade als ich um 16:00 Uhr ankam, besteigt eine Gruppe amerikanischer Touristen den Minibus, der noch circa 2 km weiter entlang des Flusses in Richtung See bringt.

Der Tourist Guide, ein  lustiger Typ,hat mich der Reisegruppe vorgestellt mit: “may I introduce you to your new friend, Alexander”

Als wir dann anhielten, gab es eine Pause von 15 Minuten und zusätzlich die Möglichkeit für 5 $ eine Fahrt im Kanu durch den Mangrovenwald zu machen. Da ich wahrscheinlich kein zweites Mal mehr an diesem Ort sein werde, beschliesse ich, den Spass mitzumachen. Mit einem 2. Teilnehmer aus Oxford, sein Name war Joe, bestiegen wir das wackelige Kanu, welches von einer 60+ jährigen Dame gesteuert wurde. Natürlich wartet die Abzocke nach circa 10 Minuten paddeln irgendwo im Mangrovensumpf, als wir “zufälligerweise” auf 5-7 Händlerbote gestoßen sind, die hartnäckig versucht haben, den Touristen das Geld aus der Tasche zu locken. Schade, es hätte doch so nett sein können (siehe Fotos am Ende dieses bog-Beitrags).

Als wir dann zurück zum Einstiegspunkt unserer Kanus kamen, stand auch schon das Schiff zur Fahrt zum letzten Abschnitt in den Tonle Sap inkl. Reiseführer bereit. Genau im richtigen Moment kurz vor Sonnenuntergang waren wir auf dem See, wo wir das einzigartige Spektakel des Sonnenuntergangs beobachten konnten. Auf der Fahrt zurück konnte ich noch einige tolle Fotoaufnahmen in der Blue- beziehungsweise Golden-Hour machen (siehe Fotos am Ende dieses bog-Beitrags).

Die circa 20 km Lange Fahrt zurück nach Siem Reap war eine eigene Challenge. Insbesondere der Schotterweg bis zurück zur Hauptstraße war nicht ganz ungefährlich, zumal es so gut wie gar keine Beleuchtung ab.

Auf der Hauptstraße war genügend Verkehr, aber auch wenig Straßenbeleuchtung. Das Hauptproblem waren die langsam fahrenden Fahrzeuge und Mopeds am Straßenrand. Keines dieser Verkehrsteilnehmer schien sich mit mehr als 40 km/h bewegen zu wollen.

Als ich dann wieder in Siem Reap angekommen war, war ich dann froh, es heil geschafft zu haben und freute mich auf die verdiente Dusche.

Nach einem kurzen Chillout beschließe ich doch noch, die berühmt-berüchtigte Pub Street zu besuchen, was aber völlig umsonst war: Bei lauter “westlicher” Disco Musik, viel Bling Bling mit Laserlicht und viele junge, feiernde Menschen, kommt man sich vor als wäre man in Lignano oder am Ballermann. Ich hatte dies bereits geahnt und so hielt sich auch meine Enttäuschung in Grenzen.

 

 

Mi, 21.12.22 / “Cambodia’s #1”

Heute ist der große Tag gekommen. Mein Ausflug zur Touristensensation #1, DER Grund, weshalb überhaupt Menschen nach Siem Reap kommen, ist da. Das Ziel ist natürlich Angkor wat.

Meine Entscheidung, für den ganzen Tag nicht nur einen Fahrer (Tuk Tuk) sondern auch einen englischsprachigen guide für mich alleine zu buchen, war eine der Besten, die ich auf meiner ganzen Reise bisher überhaupt getroffen habe.

Wenn jemand nicht stundenlange Recherche im Vorfeld seines Aufenthalts in Angkor investiert hat, dann macht es fast keinen Sinn, ohne Hintergrundwissen die riesige Fläche der vielen Tempelanlagen auf eigene Faust zu erkunden. Insbesondere die Wege von einem Tempel zum anderen können mehrere Kilometer lang sein, so dass man es auf keinen Fall zu Fuß schafft.

Mein Reiseführer war sehr nett und engagiert und hat sich super ausgekannt, obwohl sein Englisch für mich teilweise sehr, sehr schwer zu verstehen war. Jedenfalls war er ein einheimischer, der mit viel Stolz und Emotionen nicht nur die Sehenswürdigkeiten in Angkor, sondern auch vieles über die Kultur und die Leute in Kambodscha inklusive Geschichte erzählt hat. Dies war sicher eine der Highlights auf meiner gesamten Reise bisher.

Die verschiedenen Tempel, die wir besucht haben sind definitiv eine Reise wert. Wer sich genauer dafür interessiert sollte lieber 2-3 Tage dafür einplanen.

Insbesondere der Platz zum Beobachten des Sonnenuntergangs ist für jemanden, der sich nicht gut auskennt, nicht leicht zu finden: er befindet sich auf einer Anhöhe, von der man nicht nur auf einen nahe gelegenen Fluss, sondern auch auf die berühmte Tempelanlage von Angkor wat einen tollen Ausblick hat.

Wir haben den ganzen Tag entweder in den Tempeln oder auf irgendwelchen Wegen verbracht, und so war ich ziemlich müde und erschöpft, als wir dann gegen 19:00 Uhr wieder im Hotel zurück waren.

Obwohl ich für den gesamten Ausflug inklusive Trinkgeld für Fahrer und Guide 100 $ bezahlt habe, habe ich davon keinen Cent bereut!

Nach einer Dusche, zwingt mich der Hunger aber trotzdem noch einmal, das Hotel zu verlassen. Ich finde interessantes Street food zum Essen direkt am Siem Reap River, wo mir mein Guide Cal Thou den Tipp dazu gegeben hat.

Als ich gegen 23:00 Uhr wieder zurück im Hotel war, sind mir dann die Augen von alleine zu gefallen.

 

 

Do, 22.12.22 / “R&R”

Heute ist R&R (Relax and Recreation)-Tag. Nach dem Frühstück ist Wäsche waschen angesagt, danach Blog schreiben und Bildbearbeitung.

Die Fotobearbeitung ist ziemlich zeitraubend, aber zeitweise macht es Spaß denn so werden viele Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal wieder ins Bewusstsein geholt.

Ich habe beschlossen, noch einmal ein Moped auszuleihen, um morgen, am Freitag, dem Tag meiner Weiterreise nach Thailand/Bangkok noch eine Foto Session mit Angkor wat bei Sonnenaufgang zu machen. Pünktlich um 17:00 Uhr steht dann auch wieder ein Hona Zoomer vorm Hotel Eingang. Obwohl ich einen Quick Check mache, muss ich später, als der Typ von der Vermietung wieder weg war, feststellen, dass das Licht einen Wackelkontakt hatte und auch die Hupe. Egal.

Mit dem Zoomer mache ich noch eine kurze Runde ins Zentrum, um ein letztes Mal kambodschanische Streetfood zu genießen.

Diesmal wurden es irgendwelche länglichen Fische, zwei Spieße mit Schweinefleisch und noch zwei Fisch–Spieße, die zwar sehr gut geschmeckt haben, wo ich aber nicht weiß welche Art von Fischen darauf aufgespießt war.

Gegen 23:00 Uhr ist für heute Schluss, schließlich ist ja morgen Tagwache um 4:40 Uhr.

no images were found

 

Fr, 23.12.22 / “Angkor Wat again – sunrise”

Wie geplant, stehe ich tatsächlich um 4:40 Uhr auf. Das Hotel war so nett, und hat mir ein Lunchpaket zusammengestellt. Mit dem Zoomer bin ich nach circa 8-9 km Fahrt im Dunkel in Angkor Wat angekommen.

Da es viele Angebote gibt, Angkor wat bei Sonnenaufgang zu besuchen, ist auch schon um 5:30 Uhr entsprechend viel los. Der Sonnenaufgang sollte gegen 6:00 Uhr stattfinden.

Ich gehe einfach dem Strom der Menschen nach, denn bei vielen Gruppen ist meistens ein erfahrener Führer, der weiß wo die besten Plätze für Fotos sind. Tatsächlich habe ich dann auch einen tollen Platz leicht erhöht zentral vor dem Eingang von Angkor wat gefunden.

Fun fact: während ich beginne die ersten Fotos in der Dämmerung mit dem iPhone zu schießen, höre ich Kärntner Dialekt direkt von mir. Tatsächlich sind ein paar Kärntner in einer größeren Reisegruppe direkt von mir um auch Fotos zu machen.

Der Sonnenaufgang im Hintergrund mit den Türmen von Angkor wat im Vordergrund ist eine beeindruckende Kulisse und so mache ich so viele Fotos, bis der Speicher meines iPhones voll ist.

Nachdem ich auch noch mein Lunchpaket vernichtet habe, geht es zurück zum Hotel, um noch 1 – 2 Stunden Schlaf zu finden.

Danach wird gepackt. Um 14:00 Uhr werde ich vom Fahrer abgeholt, der mich zum Flughafen bringt.

Der kurze Flug (1 Stunde und 20 Minuten) ist rasch vorbei und so komme ich am Flughafen Don Mueng in Bangkok an. Sehr schnell macht sich der Stress dieser Großstadt bemerkbar. Die wichtigsten Dinge, die Simkarte, Bargeld und Taxi zum Hotel sind die ersten To-dos, die gecheckt werden müssen. Tatsächlich sitze ich dann, nach dem einchecken in das Hotel gegen 20:30 Uhr bei meinem ersten thailändischen Essen.

Leider hat sich mein Gesundheitszustand in den letzten Stunden ziemlich verschlechtert. Zu der Erkältung ist noch ein hartnäckiger Husten dazu gekommen – gerade rechtzeitig vor Weihnachten 😫.

Egal, morgen ist ein neuer Tag und endlich werde ich meine Liebste treffen und mit ihr gemeinsam unseren Jahrestag und Weihnachten feiern. Ich freue mich sehr darauf!

 

 

Sa, 24.12.22 / “already in Bangkok – having MY DATE”

In der Nacht habe ich schlecht geschlafen, die Klimaanlage ist sehr laut und kühlt sehr stark. Ausschalten ist keine Option, denn dann hat es innerhalb weniger Minuten 30° im Hotelzimmer. Da hilft nur eins: hier muss man durch!

Und dann gehts endling ins Hotel Sukhumvit 55 zu CHRISSY 😍

was uns in Thailand alles erleben, erfährt ihr hier > THAI.s.LAND.s 

achja: endlich habe ich nun (m)eine bloggerin (=Chrissy) wieder und muss mich “nur” mehr noch um die Fotos im blog kümmern 😇